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Jährlich zu Konserven verarbeitet. Die Lieferung der Ochsen wird
Vor der Kampagne öffentlich ausgeschrieben und im Ganzen an einen
roßschlächter vergeben. Gezahlt wurden in den Jahren igoo bis 1904
1,08 M. bis 1.28 M. für 1 kg.
In den beiden Fabriken stehen während der Kampagne stets
100 I ,,s 120 Ochsen zur Schlachtung bereit.
Bayern besitzt in Ansbach eine Armeekonservenfabrik, die zur
mterkampagne 400 bis 500 Ochsen zu Konserven verarbeitet. In
St erreich-Ungarn wurden in den siebziger Jahren zunächst Versuche
f Ur Konservenerzeugung in eigener Regie beim Verpflegungsmagazin
' n V'ien durchgeführt. Da aber die zur Errichtung großer Staats
banken erforderlichen Mittel nicht zur Verfügung standen, so wurden
Privatfabriken kontraktliche Vereinbarungen getroffen, und während
er Okkupation Bosniens und der Herzegowina versorgte eine Privat-
r ’k die Truppen mit Konserven. Aus den Erfahrungen, die der
spanisch-amerikanische Krieg brachte, gewann man die Überzeugung,
f es notwendig sei, Staatsfabriken zu besitzen, damit im Kriegsfälle
ltle Beschaffung von Konserven garantiert sei. Im Jahre 1898 trat
er die östereichisch-ungarische Heeresverwaltung an die betr.
kvatfabriken mit der Frage heran, unter welchen Bedingungen sie
geneigt wären, die Fabriken der Heeresverwaltung als Eigentum zu
erlassen. Seit 1. Januar 1902 sind diese Privatfabriken vom Staate
ernotnrnen worden und die bisherigen Besitzer haben sich ver-
1C lte t, während der folgenden 14 Jahre den Fabrikbetrieb und die
Beugung der Konserven unter denselben Bedingungen wie bisher
Zu besorgen.
Auch Frankreich besitzt Armeekonservenfabriken, während Eng
ganz auf die Privatindustrie angewiesen ist.
Es besteht nun im preußischen Kriegsministerium die Absicht,
' m Ealle eines Krieges neben den Konserven aus fiskalischen Fabriken,
p ^ en Produktion eine sehr beschränkte ist, auch solche aus der
riv atindustrie zur Truppenverpflegung in größerer Menge zu ver-
en den. T)j e Ausnutzung dieser Privatfabriken ist in der Weise ge-
, *■’ daß die letzteren schon zu Friedenszeiten gewisse Vorräte unter-
>. en und im Kriegsfälle ausschließlich oder doch größtenteils für die
J karverwaltung arbeiten. Die Unterhaltung von Vorräten zu Friedens-
... etl S °H dadurch erleichtert werden, daß die betreffenden Fabriken
J a rlich in beschränktem Umfange Lieferungen für die Truppen er-
das Gn ^ eit J allren wurden die Privatkonservenfabriken aufgefordert,
Und . r ’ e £ srn i n i s t e rium über ihre Leistungsfähigkeit zu informieren
die einzelnen Fabriken gaben alle zwei Jahre an, welche Mengen