Full text: Konserven und Konservenindustrie in Deutschland

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vor 1860 2 Fabriken 
1861 —1870 4 „ 
1871 —1880 6 „ 
1881 —1890 18 „ 
nach 1890 12 
zusammen 42 Fabriken. 
Die weitaus größte Zahl dieser Fabriken ist in der Stadt Braun- 
schweig entstanden. Als sich der Spargelbau jedoch immer mehr 
ausdehnte und überall im Braunschweiger Lande, wo geeigneter 
Boden vorhanden war, aufgenommen wurde, begann man auch außer 
halb der Stadt Braunschweig Fabriken anzulegen: im Kreise Braun 
schweig in Watenbüttel, Wendeburg, Neubrück, Veltenhof, Gliesma 
rode, Giersse, ferner Wolfenbüttel, Hessen, Königslutter, Seesen, 
Lutter a./B., Gebhardshagen und Harlingerode, aber auch in den be 
nachbarten preußischen Kreisen, deren wirtschaftliche Lebensbe 
dingungen von denen der anliegenden braunschweigischen Kreise 
nicht verschieden sind. Im ganzen dürften wohl über 50 Konserven 
fabriken in diesem brauschweigischen Wirtschaftsgebiet liegen. 
Die 42 im Herzogtum heute bestehenden Fabriken verteilen 
sich in folgender Weise auf die einzelnen Kreise: 
Stadt Braunschweig 24 
Kreis „ 7 
„ Wolfenbüttel 6 
„ Helmstedt 1 
„ Gandersheim 4 
„ Holzminden — 
„ Blankenburg- — 
zusammen 42 
Der größere Teil, der seit den letzten zwei Jahrzehnten ent 
standenen Fabriken, ist in der Annahme gegründet worden, daß die 
bestehenden Unternehmungen den Bedarf an Konserven nicht zu 
decken vermögen, und daß jedes neue Unternehmen, bei der Aus- 
dehnungs- und Entwicklungsfähigkeit dieser jungen Industrie in 
kurzer Zeit einen verhältnismäßig großen Gewinn abwerfen würde. 
Eine kleinere Anzahl von Gründungen ist auf eine gesunde Unter 
nehmungslust von Landwirten zurückzuführen, die in dem eigenen 
Verarbeiten ihrer Rohprodukte die beste Verwendung derselben er 
blickten und auf diese Weise ,außer dem Reinerträge des Anbaues, 
den Gewinn der Fabrikanten zu erzielen hofften. Einige solcher 
Fabriken sind als Unternehmungen genossenschaftlich vereinigter
	        
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