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die vom Standpunkte der Konservenfabrikanten die allergrößten Be
denken erhebt, wenn etwa beabsichtigt sein sollte, die deutsche
Konservenindustrie in die Geltung der geplanten gesetzlichen Maß
nahmen einzuschließen. In der Eingabe wird der Beweis erbracht,
daß Ursachen für gesetzliche Eingriffe in die Arbeitszeit der Kon
servenfabriken nicht gegeben sind. Diese Eingabe der deutschen
Konservenindustrie hat von einzelnen Regierungen und auch von
verschiedenen Handelskammern Unterstützung erfahren. — Auch
der Bund der Industriellen in Deutschland beabsichtigt die Abfassung
einer Denkschrift, worin gegen eine etwaige Einführung des Zehn
stundentages Stellung genommen wird.
5. Die momentane Überproduktion in der Gemüsekonservenindustrie
und die Maßnahmen zu ihrer Beseitigung.
Seit ungefähr xo Jahren (1894/95) haben sich die Verhältnisse
der Konservenindustrie im allgemeinen nach der ungünstigen Seite
verschoben. Die guten Erträge, welche der Gemüsebauer während
der ersten Jahre gegenüber den verhältnismäßig geringeren Erträgen
in den übrigen landwirtschaftlichen Produkten aufwies, haben die
Neigung für den Anbau von Gemüsen, beziehentlich für die Errich
tung von Konservenfabriken stark vermehrt. Diese Entwicklung
hat eine weitere Förderung durch die Bemühungen der landwirt
schaftlichen Fachorgane, Vereine und Behörden erhalten. Ganz be
sonders aber hat die Errichtung von Genossenschaftsfabriken auf
diesem Gebiete zu einer starken Steigerung der Produktion geführt.
Viele Landwirte, die früher an Konservenfabrikanten ihre Gemüse
geliefert hatten, glaubten ihren Verdienst durch den Zusammenschluß
und die Errichtung einer Genossenschaftsfabrik erheblich erhöhen zu
können. Meist fehlte es aber diesen Genossenschaftsfabriken, die
sofort mit erheblicher Produktion von Konserven begannen, an ge
eigneten Leitern, die imstande waren, für diese Produktion geeigneten
Absatz zu finden. Damit die einzelnen Genossen nun im folgenden
Jahre wieder Gemüse anbauen konnten, wurden die hergestellten
Konserven, die oft auch an Qualität sehr zu wünschen übrig ließen,
bedeutend unter den LIerstellungspreisen verschleudert, der Markt
wurde mit Konserven überschwemmt. Die Überproduktion an Ge
müsekonserven, die bereits in den günstigen Gemüsejahren 1894 und
1895 begann, steigerte sich immer mehr und erreichte ihren Höhe
punkt im Jahre 1902. Im Frühjahr des genannten Jahres waren die
Lager der einzelnen Konservenfabriken, die sonst um die gleiche Zeit