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6. Gleichmäßiger Doseninhalt.
Es würde zu wünschen sein, daß der Inhalt der Dosen an Ge
müse durch Gesetz oder Bestimmungen der Fabrikanten untereinander
geregelt würde. Auch der Zentralverband deutscher Kaufleute und
Gewerbetreibender hat dieses Verlangen an die deutschen Konserven
industrie gestellt, nachdem er den Nachweis erbracht hatte, daß in
verschiedenen i Kilodosen bei gleichem Bruttogewicht Wassermengen
von 27®, 290, 310, 330, 350 und 410 g enthalten waren. Nach An
sicht des genannten Zentralverbandes haben sich die Klagen der
Kleinhändler und Konsumenten über den Gewichtsinhalt an Gemüse
von Jahr zu Jahr vermehrt. Wenn nachgewiesen wurde, daß der
Trockeninhalt von 2 Pfunddosen zwischen 380 und 600 g schwankt,
so weist dies auf unhaltbare Zustände hin, die baldigst verbessert
werden müssen.
7. Festsetzung gleicher Bezeichnungen für gleiche
Qualitäten.
Vergleicht man die Preislisten verschiedener Konservenfabri
kanten, so findet man überall verschiedene Bezeichnungen, aus deren
Namen sich entweder gar nicht oder nur zum Teil die Qualitäten der
Konserven erkennen lassen. So finden wir bei Spargel: Riesenspargel,
Kaiserspargel, Stangenspargel extra, prima Stangen Spargel; bei Erbsen:
Kaiserschoten, Erbsen la, Erbsen feinste, Erbsen ganz fein usw. Der
Konsument kann aus diesen Bezeichnungen gar keine Schlüsse auf
den Inhalt der Dosen ziehen.
8. Warnung vor Neugründungen.
Die ungünstige Lage der Landwirtschaft drängt viele kleineren
Landwirte dazu, ihre Zuflucht zum Anbau von Gemüsen für Kon
servenzwecke zu nehmen und man glaubte bis vor kurzem, daß es
für die Ausdehnung rentablen Gemüsebaus keine Grenzen gäbe. Es
dürften also Veröffentlichungen in der Presse über die Überproduktion
in der Konservenindustrie und Warnungen vor Neugründung von
Konservenfabriken notwendig erscheinen.
9. Ausführliche Buchführung in den einzelnen Kon
servenfabriken.
In einzelnen Konservenfabriken läßt die kaufmännische Buch
führung sehr zu wünschen übrig. Eine ausführliche, sachgemäße und
richtige Kalkulation zeigt dem Fabrikanten, zu welchen Preisen er
die Produkte verkaufen kann, ohne selbst Schaden zu leiden. Nach
einer einmaligen richtigen Bilanz kann der Kaufmann erkennen,
°b sein Unternehmen fortschreitet oder zurückgeht. Hiernach müßte