Peruguano.
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minus Stickstoff der durch Chloroform ahschlämmbaren Bestandteile) ergeben (vergl.
Ko - 5, S. 167). Ein Knochenmehl mit mehr als 9% durch Chloroform abtrennbare
Bestandteile sollte nicht mehr als Normal-Knochenmehl bezeichnet werden dürfen.
Zum Nachweis von Sägespänen oder von Steinnußspänen benutzt
®an am besten das Mikroskop. Sägespäne kann man auch durch Schwefelsäure
nachweisen, da diese hierdurch schwarz gefärbt werden, während die organische
Substanz der Knochen durch Schwefelsäure nicht gefärbt wird.
Phosphorite mineralischen Ursprunges lassen sich durch Feststellung von
Biuor nachweisen. Man verfährt dabei in der oben S. 163 angegebenen Weise.
Gips wird nach 0. Böttcher 1 ) häufig verwendet, um bei lagernden, sich
Ersetzenden Knochen das Ammoniak zu binden. Da das Knochenmehl nur geringe
Mengen von Schwefelsäure enthält, so ist ein Gipszusatz an einem höheren Schwefel
säure-Gehalt zu erkennen.
III. Peruguano,
a) Roher Peruguano.
1. Gesamt-Stickstoff. 1,0—1,5 g Substanz werden nach dem Jodlbaur-
Mjeldahlsehen (S. 141, No. 2a) oder auch nach dem Förster-Kjeldahlschen Ver
ehren (S. I4i ; No. 2b) verbrannt oder man reduziert ebenso zweckmäßig 1—2 g
Substanz zuerst nach ülsch (S. 147) und verbrennt weiter nach Kjeldahl.
2- Ammoniak-Stickstoff. Der als freies Ammoniak oder in Form von Ammoniak-
Sa lzen vorhandene Stickstoff wird in 100 bezw. 200 ccm einer Lösung von 10 g gut
zerriebenem Guano in 1 1 durch Destillation mit gebrannter, möglichst kohlen-
s 4urefreier Magnesia bestimmt (S. 142).
n , 3. Salpetersäure-Stickstoff. Soll dieser bestimmt werden so setzt man zu der
Substanz, welche zur Ammoniakbestimmung gedient hat, nachdem alles Ammoniak
ubdestilliert worden ist. in demselben Destillationskolben unter Verdünnen mit Wasser
® twa 20 g Kalihydrat und so viel Kaliumpermanganat, daß die Flüssigkeit nach
^ Erhitzen bis zum Kochen deutlich blau erscheint, kocht noch eine Zeitlang,
if dann erkalten, bringt nach dem Erkalten das Volumen auf etwa 100 ccm, setzt
3, 5 cc «i Spiritus sowie je 8-10 g Zink- und Eisenstaub zu und verfährt weiter unter
V °rlegung neuer Schwefelsäure, wie S. 145, No. 2 angegeben ist .
w Auch kann man den Salpetersäure - Stickstoff nach dem Schlosing-
a gn er sehen Verfahren bestimmen, indem man die von Ammoniak befi eite Losung
gi aUf ein kleines Volumen konzentriert und nach S. 144, No 1 behandelt Die
den 6nz zwisc hen Gesamt-Stickstoff und Ammoniak- + Salpetersäure-Stickstoff gibt
or ganischen Stickstoff. ., ■ K , Q
ptos Phosphorsäure. «) Wasserlösliche Phosphorsaure wie bei „Super-
,P ;;« e ^ r u f en f 180) ' Guano werden in einem */ 4 1-Kölbchen
mit J: 1 Gesamt-Phosphor saure. o S wuano wo „
20—25 ccm Salnetersäure und 2—3 ccm Salzsäure 1—2 Stunden auf dem
V-asserbifb. Mpete si , , d Erkalten bis zur Marke
auf«. * ade erwärmt und die Flüssigkeit nacu uem ^ PllQT1 „ m . +
dp,5 eftt lt Man kann auch in der Weise verfahren, daß man 1 - g Guano mit
Ue m ^ a . , n rp„ii P1l wasserfreiem Natriumkarbonat
l K®r'“r e nea SZTJ e \e, SomZu S. 166. N«, 2 oben Oe-
«O» ««eh -ie bei Knooh.l.ehl S. 167, Ho. 3 b» «■
HSS* empfehlenswert iS. .las '«*“; tr ‘ , J n ®“°n «rasehen nnd in
ei-, karbonatlösune- in einer Flatinschale ein/ >
lne m alimrrw- rr, . s t tic die Phosphorsäure zu bestimmen.
' au quoten Teil der salpetersauren Losung am 1
‘1 Lunge, Chem.-techn. Untersuchungsmethoden 1900, 2, 431.