Full text : Die Untersuchung landwirtschaftlich und gewerblich wichtiger Stoffe

Phosphorite,  Apatite,  Koprolithe  usw.

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Nach  Log-es 1 )  ist  Bromoform  nur  brauchbar  zur  Scheidung  von  Tonerdephosphaten,
versagt  aber  bei  den  Verfälschungen  mit  Phosphoritmehlen,  da  deren  spezifisches
Gewicht  nahe  an  3,0  liegt;  deshalb  ist  die  Anwendung  der  S.  21  genannten  Lösungen,
womit  sich  ein  spezifisches  Gewicht  von  3,0  und  mehr  erreichen  läßt,  empfehlenswerter.
Handelt  es  sich  um  mit  Kohlenstaub  gefärbte  Phosphoritmehle,  so  genügt  das
Schütteln  der  Substanz  mit  Wasser,  um  Phosphoritmehl  und  Kohle  zu  trennen.
c)  Glühverlust  Derselbe  wird  nur  in  wenigen  Fällen  Aufschluß  geben,
da  besonders  längere  Zeit  den  Witterungseinflttssen  ausgesetzt  gewesene  Thomasmehle ­
  Karbonate  enthalten.  ,  ,  ,  ,  _ T  ,
d)  Fluor.  Über  Verfälschungen  mit  Phosphoritmehlen  gibt  auch  der  Nachweis ­
  von  Fluor  Aufschluß.  Derselbe  erfolgt  nach  Ü.  Böttcher*)  m  folgender
Weise:  10-15  g  Substanz  werden  in  ein  10  cm  hohes  und  o-6  cm  weites  Becherglas ­
  gebracht,  mit  15  ccm  konzentrierter  Schwefelsäure  übergossen  und  darauf  das
Becherglas  mit  einem  Uhrglas  bedeckt,  an  dessen  unterer  Seite  ein  Tropfen  Wasser
hängt.  Ist  in  dem  Thomasmehl  fluorhaltiges  Phosphoritmehl  v  orhanden^  dann  bildet
s ich  um  den  Wassertropfen  ein  weißer,  schneeartiger  Rand.  Aach  5  Mi  mten
dauernder  Einwirkung  sieht  man  meistens  auch  nach  Reinigung  des  1  hrghases  die
durch  die  Flußsäure  bewirkte  Ätzung.  Allerdings  wollen  Werth  und  Wagner

auch  in  Thomasmehlen  schon  Fluor  nachgewiesen  haben.
e)  Nach  Richter  und  Förster 8 )  kann  der  Zusatz  von  Redondaphosphat  zu
omasmehl  dadurch  nachgewiesen  werden,  daß  man  die  Substanz  mit  kalter  Natron-Ja
 uge  schüttelt,  filtriert,  das  Filtrat  mit  Salzsäure  ansäuert  und  dann  schwach
uuimoniakalisch  macht;  bei  nur  5%  Redondaphosphat  entsteht  ein  starker  gallertiger ­
  Niederschlag  von  phosphorsaurer  Tonerde.  Reines  Thomasphosphatmehl
| lbt  gar  keinen  oder  nur  einen  ganz  geringen  Niederschlag,  der  sich  in  einem
er schuß  von  Essigsäure  wieder  löst.
b  f)  Mikroskopische  Prüfung.  Zur  ersten  Unterrichtung  leistet  die  makroezw
 -  mikroskopische  Prüfung  des  Grobmehles  gute  Dienste.
g)  Löslichkeit.  Da  die  Phosphorsäure  der  Phosphorite  in  der  Wagneren
  Ammonzitratlösung  (Lösung  13  b  a)  im  Gegensatz  zu  der  Thomasmehlphosphoretw
 6  W6nig  oder  S ;ir  nicht  löslich  ist ’  S °  Wird  dieS6S  Verfahren  W ° hl  immer  dne
J ge  Verfälschung  anzeigen.

VII.  Phosphorite,  Apatite,  Koprolithe  usw.
Jr f  | ,  '•  Phosphorsäure.  5  g  der  möglichst  fein  zerriebenen  Masse  werden  in  einem
S ben  Ode,-  in  einer  Porzellanschale  -  bei  reichlich  vorhandenen  kohlensauren
Unter  Bedeckung  mit  einem  Uhrglase  -  mit  Königswasser  (3  Teile  Salz-G
 2 e  von  l,i 2  spezifischem  Gewicht  und  1  Teil  Salpetersäure  von  1,26  spezifischem
beS  Cbt)  entw eder  i/ a  Stunde  gekocht  oder  im  Wasserbade  zur  Trockne  verdampft,
hS?  Ahscheidung  der  Kieselsäure  einige  Zeit  im  Luftbade  erwärmt,  mit  sa  petersaurevon
  -fn®  Was «er  aufgenommen,  filtriert,  das  Filtrat  auf  500  ccm  gebracht  und  dabeh
 an( |^ m  entweder  nach  dem  Molybdänverfahren  (S.  loO)  oder  Zitratve  (S■  o.)
«*r  i  '«‘f ac  **?£££,  H
STS>•“  —
2,  pfivat-Mitteilung.
a  ^  mm-Zeitung  1894,  18.  565.
Land  Mltteil  d -  D -  Landw.-Gesellschaft  1890/91,  131.  ^
Wirtschaftliche  Stoffe,  3,  Auflage.
            
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