Bestimmung des Fettes.
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als die Weite des Extraktionszylinders, ein Stück Filterpapier 2-mal herumrollt,
über die ebene Basis des Holzzylinders ein seinem Durchmesser entsprechendes
Stück der gebildeten Rolle hervorstehen läßt, dieses ähnlich, wie man ein Paket
schließt, umbiegt und den gebildeten Boden der Hülse durch kräftiges Aufdrücken
ebnet. Hat man die Substanz eingefüllt, so schließt man die obere Öffnung der
Hülse ebenfalls durch Umbiegen oder bei festen Hülsen dadurch, daß man entfettete
Baumwolle in sie schiebt und die Substanz vollständig bedeckt.
Von anderer Seite sind die von
W. Bersch 1 ) beschriebenen Aluminiumhülsen
mit siebartig durchlöchertem Boden
empfohlen.
Die so mit Substanz beschickte
Hülse wird 3 Stunden im Wasserdampftrockenschrank
bei 95° getrocknet, dann
in einen Soxhletschen Fettextraktionsapparat
gebracht (vergl. Fig. 34, Fig. 35
S. 222 oder Fig. 36 S. 223) und 4—6
Stunden, d. h. bis zur Erschöpfung, mit
alkohol- und wasserfreiem Äther ausgezogen.
Das Vortrocknen der Substanz darf
nicht zu lange und bei 95—100° nicht
übersteigenden Temperaturen fortgesetzt
Werden, weil sonst unter Umständen eine
Veränderung des Fettes eintreten kann.
Futterstoffe mit trocknenden Fetten
wie Leinkuchen, Leinmehl, Mohnkuchen
usw. werden wegen der leichten
Verharzung in sauerstoffhaltiger Luft
zweckmäßig im Leuchtgas- oder Wasserstoffstrome
1 Stunde bei 100° getrocknet. 2 )
Leicht zusammenbackende (zuckeründ
dextrinreiche) Stoffe wie Melassefutter
usw. werden zweckmäßig vorher
durch Behandeln mit kaltem Wasser auf
der S. 219 beschriebenen Vorrichtung von
Zucker befreit, der Rückstand wieder getrocknet
und mit Äther ausgezogen usw.
Weniger zuckerreiche Stoffe können
auch mit geglühtem Sande 8 ) vermengt getrocknet,
zerrieben, nach 2-stündigem Ausziehen
mit Äther wieder herausgenommen,
getrocknet, abermals zerrieben, in dieselbe Hülse zurückgebracht und weiter mit
Fig. 34. Emmerlings Fettauszngsvomohtung.
I
Äther
ausgezogen werden.
l ) Zeitschr, f. landw. Yersuchswesen in Österreich 1901, 4, 31. Die Hülsen werden
von der Firma W. J. Eohrbecks Nachfolger, Wien I, Kärntnerstr. 69 geliefert.
") 0. Foerster hat (Landw. Versuchs-Stationen 1890, 37, 67) mehrere Einrichtungen
angegeben, welche für Zwecke des Trocknens im Leuchtgasstrome dienen.
3 ) Gips ist nach L. Geheck (Landw. Versuchs-Stationen 1894, 43, 193) nicht geeignet,
weil er leicht Fett zurückhält.