Bestimmung der Zuckerarten.
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Nach K. Kruis entspricht:
Glukose
Maltose
b) Ge wiohtsanalytisches Verfahren.
Stimmung ist zuerst von E. Meißl, später von F.
und ferner auch auf die Bestimmung des Invertzuckers, der
Maltose, der Laktose und der Fruktose angewendet worden.
Für die betreffenden Zuckerarten haben Meißl, Wein,
Soxhlet und Lehmann Tabellen angefertigt. Es sind für
jede Zuckerart Lösungen von bestimmten Verdünnungen und
von bestimmter Menge notwendig; g ftuaein s am ist allen die Art
der Ausführung. Diese ist folgende: Man erhitzt die F e h 1 i n g -
sehe Lösung bezw. deren Verdünnung in einer Porzellanschale,
besser in einer Porzellanhenkelschale, zum Kochen, trägt
mit einer Pipette die vorgeschriebene Menge der Zucker-
lösung ein und kocht dann so lange weiter, als es für die
betreffende Zuckerart vorgesohrieben ist, worauf sofort
filtriert wird. Zum Filtrieren bedient man sich eines
^oxhletschen Ashestfilterröhrchens (vergl. Fig. 37). Dieses
stellt man her, indem man ein etwa 10 cm langes Stück Ver
brennungsrohr an dem einen Ende etwa zur halben Stärke
auszieht. In den Hals bringt man dann einen kurzen
Pfropfen von Glaswolle und darauf weichen, mit Natronlauge
Salpetersäure behandelten, gut ausgewaschenen Asbest.
Dieser darf weder zu locker noch zu fest angedrückt sein,
da im ersteren Falle Kupferoxydul mit durchgerissen wird,
m anderem Falle das Filter zu langsam filtriert. Der mit
cißein Wasser ausgewaschene Asbest wird mit Alkohol und
ann mit Äther nachgewasohen und zum Schluß das
Höhrehen
geglüht.
= 5,57
mg
7,26
mg.
= 10,36
55
14,46
55
= 14,95
55
21,83
55
= 19,57
55
29,32
51
= 24,26
55
36,82
51
= 28,97
55
44,36
55
ihren.
Die
gewichts
sanalytische Be-
von F. Alli
hn 1 ) für Glukose ausgearheitet
Fig. 37. Vorrichtung für
Zuekerbestimmung.
nachgewaschen und zum
samt Asbest unter Durchsaugen von Luft aus-
Es ist damit für den Gebrauch fertig und Wir „
nach jedesmaliger Benutzung dadurch wieder gebrauch a ig ge 1 niswäscht und
«fc Salpetersäure, dann mit heißem Wasser, Alkohol undMher aus«Ischt und
wieder trocknet. Das ausgeglühte und im Exsikkator erkaltete Röhrchen vird vor
dem jedesmaligen Gebrauch gewogen. . _ . . . , .
Beim Filtrieren setzt man mittels eines Korkes ein Tnchterchen auf das Rohr
^d gibt vorerst etwas heißes Wasser auf das Asbestfüter und dann die
Flüssigkeit mit dem Kupferoxydul. Die letzten Reste des Niederschlages werden
mit einem Pederchen und heißem Wasser nachgespült, mehreremale mit hei ^ ^ aS
nachgewaschen, darauf mit Alkohol und zuletzt mit Äther die größte Menge des Wassers
® n tfernt. Nach vollständigem Trocknen verbindet man das Röhrchen so mit emem
^ asserstoff-Entwickelungs-Apparat, daß das getrocknete Wasserstoffgas durch
m oberen Ende des Filterröhrchens mittels eines gut schließenden K
io 3 Nft ae Zeitschr. f. Rübenzuckerindustrie 8, 230 und Zeitechr. f anal. Chemie 1879,
18 ’ 348 und 1881, 20, 434, ferner ausführlich in Journ, f. prakt. Chemie-1880, U, 4b.