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Bestimmung der Zuckerarten.
In Lösungen von 0,26—1,0°/ 0 Pentosen reduziert hierbei nach W. E. Stone 1 ) 1 mg
Arahinose 1,9—2,0 mg, 1 mg Xylose 1,86—1,96 mg Kupfer. Weiser und Zaitschek 2 )
erhielten wesentlich andere Reduktionswerte; sie wendeten aber eine Lösung wie Meißl-
Allihn für die Glukose-Bestimmung an und kochten bezw. erhitzten die 145 ccm be
tragende Lösung nach dem Vorschläge Pflügers 30 Minuten im siedenden Wasserhade.
8ie fanden für die Reduktionsfähigkeit der Arahinose und Xylose folgende Werte:
Arahinose;
Xylose:
Reduziertes
Kupfer
__ mg
Arahinose
mg
t mg Cu ent
spricht
Arahinose
mg
Eine der
Arahinose
gleiche Menge
Glukose re
duziert Cu
Reduziertes
Kupfer
mg
Xylose
mg
L mg Cu ent
spricht
Xylose
mg
Eine der
g Xylose gleiche
^ Menge Glukose
reduziert Cu
27,8
11,3
0,396
31,4
32,1
11,2
0,349
31,1
52,1
22,6
0,434
55,0
57,5
22,4
0,390
54,6
76.4
35,6
0,463
81,6
79,6
33,6
0,423
77,5
99,4
45,2
0,463
101,4
102,2
44,9
0,439
100,4
193,1
90,5
0,468
193,4
123,8
56,1
0,453
123,2
215,6
101,8
0,472
216,1
171.4
78,5
0,458
168,9
234,1
111,2
0,475
234,5
184,4
86,0
0,461
182,0
237,2
113,2
0,477
238,4
194,3
89,7
0,462
191,5
264,6
122,8
0,482
257,5
216,1
100,9
0,467
214,2
278,5
134,3
0,482
279,4
226,6
106,2
0,468
224,6
314,2
153,6
0,488
315,2
239,3
112,2
• 0,469
236,3
357,2
178,0
0,498
357,9
308,8
148,7
0,482
306,5
368,0
184,2
0,500
368,2
346,2
170,0
0,491
344.0
392,9
200,2
0,501
394.9
384,0
191,2
0,502
379,9
417,5
214,9
0,515
417,9
420,7
212,4
0,505
414,4
qj . Hiernach reduziert die Arahinose etwas schwächer, die Xylose etwas stärker als
lein °r U ’ Heduktionswert eines Gemisches von Arahinose und Xylose kann daher gleich
Reduktionswert von Glukose gesetzt werden. Sind in einem Zucker-Gemisch von
der 7 &n auc ^ Pentosen vorhanden, so kann man durch Destillation eines besonderen Teiles
Weit uc ' <er iösung mit Salzsäure von 1,06 spez. Gewicht (vergl. Bestimmung der Pentosane
biuo - Un ten S. 243) das Purfurol und damit (nach Tabelle X am Schluß) die Pentosen (Ara-
+ Xylose) bestimmen und daraus die den letzteren entsprechende Kupfermenge
Kunf eClU ^° nSWert ^ er Hi uIjose ) berechnen, und wenn diese von der ganzen Menge reduzierten
Hierb 1 ' 8 . a ^ ezo S en wird, erhält man die der Glukose allein entsprechende Kupfermenge.
Toll 61 18t j edoc ^ zu berücksichtigen, daß auch die Hexosen (Glukose, Saccharose) nach
oder qV" o** C * 6r Hestillation Purfurol liefern, z. B. reine Glukoselösungen 0,36 °/ 0 Purfurol
gezoo- ,t>0 ’° Hentosen. Diese Menge muß daher von der gefundenen Pentosenmenge ah-
° n Ul 'd der Rest erst auf den Reduktiouswert der Glukose umgereohnet werden,
bei 3 , 61s Piöl: Angenommen, 3,0 g Hafer werden (vergl. unter „Stärke“) im Autoklaven
1.125 mos Phären Druck aufgeschlossen, die Lösung filtriert, mit 20 ccm Salzsäure von
Hösuna^ eZ f ^ ew icht (für 200 ccm Lösung) 3 Stunden am Eückflußkühler gekocht und die
Hlukose aU * ° Cm S 6 ^ )rac ^ t ! 50 ccm der Lösung sollen 296,4 mg Cu reduzieren = 142,4 mg
Hlukose ’ ^ V . e ! tere °0 com der Lösung sollen 8,4 mg Pentosen liefern. Da das aus 142,4 mg
sächlich p Purfurol, auf Pentosen umgerechnet, 1,0 mg beträgt, so ist der tat-
6 entosengehalt der Lösung 8,4 — 1,0 = 7,4, also der wahre Gehalt an Glukose
2 ® er >chte d. deutschen ehern. Gesellschaft 1890, 23, 3795.
> Laadw. Versuchs-Stationen 1903, 58, 219.