Bestimmung der Asche.
251
zu "bestimmen. Hierfür glaubt Verfasser nach vorläufigen Erfahrungen folgendes
Verfahren in Vorschlag bringen zu können:
b) Verfahren zur Bestimmung der Zellulose bezw. des Lignins. Es
Wird eine 2. Probe von 3 g lufttrockner bezw. 5—14°/ 0 Wasser enthaltender
Substanz abgewogen und genau in derselben Weise behandelt, wie unter a angegeben
ist. Der Rückstand in dem Goochschen Tiegel wird dann aber nicht getrocknet,
sondern nach dem Absaugen des zuletzt zum Auswaschen verwendeten Äthers und
A erdunstenlassen desselben an der Luft nebst dem Asbestfilter verlustlos in ein
etwa 800 ccm fassendes Beoherglas gebracht und unter Bedecken mit einem Uhr
glase oder einer Glasplatte mit 100 oder 150 ccm chemisch reinem, 3-gewichts-
prozentigem Wasserstoffsuperoxyd sowie 10 ccm 24 °/ 0 -igem Ammoniak versetzt und
emige Zeit (etwa 12 Stunden) stehen gelassen; dann werden 10 ccm 30-gewichts-
Prozentiges chemisch reines Wasserstoffsuperoxyd zugesetzt und dieses, wenn die
' auerstoffentwickelung aufgehört hat, noch 2—4mal, d. h. so oft wiederholt, bis die
blasse (Rohfaser) völlig weiß geworden ist. Beim dritten und fünften Zusatz von
Wasserstoffsuperoxyd fügt man auch noch je 5 ccm (oder 10 ccm) des 24°/ 0 -igen
Ammoniaks hinzu. Man kann Wasserstoffsuperoxyd und Ammoniak in graduierten
yhndern mit eingeschliffenen Glasstöpseln vorrätig halten und aus diesen die jedes
maligen Mengen der Flüssigkeiten zusetzen, um die Arbeit zu vereinfachen; denn
ein ganz genaues Ahmessen der Flüssigkeiten bei dem jedesmaligen Zusatze ist nicht
notwendig. Wenn die Substanz völlig weiß geworden ist, erwärmt man etwa 1—2
unden im Wasserbade und kann dann, wenn das Wasserstoffsuperoxyd rein war, d. h.
nu * Ammoniak keinerlei Niederschlag oder Trübung gab, sofort und glatt durch ein
Weites Asbestfilter filtrieren und, wie oben angegeben ist, weiter verfahren. Roh-
er minus Zellulose ergibt die Menge des Lignins.
. Kier bietet die Filtration niemals Schwierigkeiten, wenn das Wasserstoffsuperoxyd
eint - SC1 . rein war und nicht etwa Aluminiumverbindungen, welche die Filtration sehr be-
"tiff ^ ei1 ' enthält. Die reine Zellulose wird durch vorstehende Behandlung nicht ange-
d<>r P man kann daher den Zusatz von Wasserstoffsuperoxyd des öfteren wiederholen, bis
„ Uc kstand weiß geworden ist. Man erhält auf diese Weise eine Zellulose, welche in
sam eros ^ amrilon i a k löslich ist, wenn sie auch nicht in allen Fällen die prozentige Zu-
e j ^tsetzuig der Zellulose hat. Es muß noch festgestellt werden, ob in solchen Fällen
an ders konstituierte Zellulose vorliegt.
VII. Bestimmung der Asche.
bei ^ twa 5 bis 10 g der lufttrocknen Substanz werden in einer Platinschale
anfangs kleiner Flamme verbrannt.
Elan * St zwec kmäßig, sobald ein vollständiges Verkohlen stattgefunden hat, die
‘ me zu löschen; es findet alsdann mitunter durch allmähliches Verglimmen im Innern
. Verk ohlten Substanz ein fast vollständiges Veraschen statt, worauf man in den
mamaT zur Erzielung einer schön weißen Asche nur nötig hat, die Substanz
cua,/ mit Wasser anzufeuchten, zu trocknen und nun noch einige Zeit einer
■eren Flamme auszusetzen.
Kohl> Stoffen, welche viel Salze enthalten, ist man gezwungen, die noch
zu ^iimltende Asche mit Wasser auszulaugen und den Rückstand weiter
Kohle F f re,nnen ^ an erhält in kurzer Zeit auf diese Weise eine tunlichst von
damnft 1016 ^ sc ^ e > we lche mit der erhaltenen Lauge vereinigt, zur Trockne Ver
haltes ’ noc k ma ls schwach geglüht und gewogen wird. Zur Ermittelung des Ge-
v<s r teu ”Keinasche“, d. h. der von Kohle, Sand und Kohlensäure freien Asche,
Uhrt man nach 8, 200 u. f.