Körner und Mehle der Getreidearten und Hülsenfrüchte.
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48 Stunden bezw. so lange stehen, bis aller Kleber fein flockig zergangen ist. Man
leitet alsdann Kohlensäure bis zur Sättigung ein, füllt mit 70%-igem reinem Alkohol
auf 150 ccm — bei großen Mengen Kleber auf 250 ccm — auf, schüttelt gut um
und filtriert; 50 ccm des Filtrats werden eingedampft, bei 106° bis zur Gewichtsbeständigkeit
getrocknet, gewogen und so nach Abzug des in 50 ccm vorhandenen Kalium
karbonats die Menge der in Alkohol löslichen Kleberproteinstoffe (Gliadin usw.) erhalten.
Dadurch, daß man entweder den aus 33,33 g Mehl erhaltenen Gesamtkleber
bestimmt, oder dadurch, daß man 50 ccm der alkoholischen Kleberemulsion (also
Blutenkasein + Gliadin) ebenfalls eindampft, bei 105° trocknet, wägt, von diesem
Rückstand ebenfalls die vorhandene Menge Kaliumkarbonat abzieht und von dem so gefundenen
Gesamtkleber die erstere in Alkohol lösliche Menge in Abzug bringt, erhält
man die Menge Glutenkasein oder Glutenin, d. h. den alkoholunlöslichen Anteil. Beträgt
z - B. die Menge des Gesamtklebers 7,47°/ 0 , die des alkohollöslichen Anteiles 5,62 °/ 0 .
80 ist die Menge des Glutenkaseins 7,47—5,62 = 1,85 °/ 0 oder das Verhältnis von
letztere
fern zu ersterem wie 24,75 : 75,25.
Die Nachprüfungen dieses Verfahrens von z. B. A. Maurizio,
Hamann.
g * w / ,
1 uyder, Kosutäny, Korners und v. Haunalter, W. Schneidewind und Mitarbeitern,
1 ) sowie von Verf. und Eintelen 2 ) iiaben aber die Beziehungen zwischen
et Backfähigkeit und Fleur ent sehen Verhältniszahl bei weitem nicht immer hervoreten
lassen; es sind zum Teil sehr abweichende Verhältniszahlen erhalten worden,
as hat seinen Grund in den nicht unerheblichen Fehlerquellen des Verfahrens,
dämlich einerseits darin, daß das, was man als Kleber bezeichnet und wägt, kein
ei . feiner Kleber ist, sondern noch mehr oder weniger Stärke, öl, Mineralstoffe
alt V 1 . ®t, andererseits darin, daß sich der Kleber äußerst schwierig durch die
sich 10 ' sc ^ e Kalilösung verteilen läßt. Aus dem Grunde und weil das Verfahren an
da ■' ZU Ums kä.ndlich ist, hat E. Fleurent 8 ) ein neues Verfahren angegeben, welches
besteht, daß man 5 g Mehl 2 J / 2 —3 Stunden lang mit 150 ccm Alkohol von
son sc büttelt und das spezifische Gewicht der Lösung bei 20° mit einem beeint
-f 8 ein S er i c hteten Aräometer, dem Gliadimeter bestimmt; dasselbe hat 2 Gradjjjj
p Un § en ) die eine zur Feststellung des vorgeschriebenen Alkoholgrades, die andere
beio- r nU1 ^ e ^ ln S des spezifischen Gewichtes der Gliadinlösung. Aus einer dem Apparat
Sebiu- en R^belle erfährt man den dem spez, Gewicht entsprechenden Gliadina
in 100 Teilen trocknen Klebers.
Verf ^ we if e i i g t folgendes hier von Verf. und Eintelen ausgearbeitete
ns\v • T Ebener zur Bestimmung des Verhältnisses von Glutenkasein zu Gliadin
Bißs-w an aus 30 g Mehl, wie oben angegeben ist, den Kleber mit gesättigtem
füllt aSS6r ^ er ’ wä 8't ibn feucht, löst ihn in 60—100 ccm Kjeldahl-Schwefelsäure,
läßt Ul ! tGr Machspülen mit derselben Schwefelsäure in ein 250 ccm-Kölbchen um.
entsnr 1 * , en ’ füllt auf 250 ccm, mischt und entnimmt je 25 ccm (also 3 g Mehl
feiend) zur Bestimmung des Gesamtkleber-Stickstoffs nach Kjeldahl.
7qoj j einer werden 20 g des Mehles in einem Literkolben mit etwa 800 ccm
Sehättf 6m ^bohol übergossen, 1 Stunde bei gewöhnlicher Temperatur mit einem
deagelbe'^ a f a * geschüttelt, die Flüssigkeit nach dem Schütteln mit Spiritus von
trocknest Zur ^ ar b 0 aufgefüllt, sorgfältig gemischt und durch ein
in eine,, v- ter fR triert - Von dem Filtrat werden 200 ccm (4 g Mehl entsprechend)
,1 eldahl-Kolben gebracht, unter Zusatz von einigen Tropfen Schwefel-)
Landw. Jahrbücher 1904, 33, 269.
■ ’utelen, Inaug.-Dissertation, Münster i. W. 1905.
' L ° m P t - Mnd. 1901, 132, 1421.