Full text : Die Untersuchung landwirtschaftlich und gewerblich wichtiger Stoffe

300

Futtermittel.

geschälten  (gegerbten)  Kerne  erfahren  durch  die  weitere  Verarbeitung  eine  Trennung  in
Spreu,  Spreu  mit  Kernen  und  reine  Kerne,  und  letztere  unterliegen  erst  dem  eigentlichen

Füg.  66.  Dinkel.  Querzellen  und  Solllauchzellen,  von  der  Fläche  gesehen,  qu  Querzellen  mit
deutlichen  Tüpfeln;  dahinter  Schlauchzellen  sch.  (Vergr.  220.)  Nach  Hauptfleisch.
Mahlvorgang  wie  der  Nacktweizen.  Die  hierbei  gewonnenen  Futterabfälle  sind;  1.  Qerbstaub,
  2.  Futterspreuer,  3.  Koppstauh,  beide  vielfach  vermischt  mit  4.  dem  Futtermehl,
5.  Spitzkernle,  6.  grobe  Schalenkleie,  7.  Grieskleie.
Die  diesen  Abfällen  etwa  beigemengteu
ünkrautsamen  usw.  können  dieselben  sein,  wie
beim  Nacktweizen  (S.  297).
Auch  ist  der  Bau  des  Kornes  der  Spelzweizen ­
  bis  auf  die  noch  vorhandene  Deckspelze ­
  im  wesentlichen  dem  des  Nacktweizeus
gleich.  Von  den  Gewebselementen  bieten  die
Stärkekörner  und  Haare  von  Roggen,
Weizen  und  Gerste  ebenfalls  keine  solchen
Unterschiede,  daß  darauf  ein  mikroskopischer
Nachweis  gegründet  werden  könnte.  Die  Haare
des  Emmers  gleichen,  was  Länge  und  Weitlumigkeit
  anbelangt,  am  meisten  denen  des
Roggens,  die  Haare  des  Einkorns  denen  des
Weizens,  während  die  Haare  des  Dinkels
gewissermaßen  in  der  Mitte  zwischen  beiden  stehen.  Die  Länge  der  letzteren  schwankt
nach  Hauptfleisch  zwischen  100—1280  fx,  der  Durchmesser  der  größten  Haare  im  Schaft

Fig.  67.  Einkorn.  Querzellen  und  Schlauchzellen,
  von  der  Fläche  gesehen,  qn  Querzellen ­
  mit  mehr  oder  weniger  deutlichen
Tüpfeln;  dahinter  Schlauchzellen  sch.  (Vergr.
220.)  Nach  Hauptfleisch.
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.