Mikroskopische Untersuchung. Gerste.
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gespitzten Haaren besetzten Kurzzellen und die paarigen, glattwandigen, zum Teil
halbmondförmigen Kurzzellen (vergl. Fig. 67).
Mit der Oberhaut verbunden sind weiter die meist in 2- bis 3-facher Lage
ineinander verkeilten, sehr lang gestreckten Faserzellen (Hypoderma), worin die
makroskopisch als Rippen bemerkbaren Gefäßbündelstränge liegen. Die Zellen sind
200—300 ii und mehr lang, in der Längsachse des Kornes gestreckt, bis auf ein
schmales, spaltenförmiges Lumen verdickt und spaltenförmig getüpfelt. Diese Zellen
•— nicht ganz zutreffend auch Skiereiden oder Steinzellen genannt -— besitzen bei
allen Spelzfrüchten nahezu gleiche Form (vergl. S. 302 und S. 310, 313, 316).
Dagegen bietet:
Nach C. Böhmer.
2. das Schwammparenchym (Fig. 68) ein sehr gutes Unterscheidungsmerkmal,
r ^mers zwischen Gersten- und Haferspelzen. Es besteht bei der Gerste aus reihen-
j übereinander liegenden, im Umriß verschlungenen, 4-seitigen, dünnwandigen,
er Plächenansicht gleichsam leiterartigen Zellen. Die bis ins Innere der parallel
au eil< len Zellen reichenden Faltungen erweitern sich oft zu großen, meist rund-
Fio 1Cn ^ n ^ erze hulartäumen und bilden, wenn sie sich gegenüberliegen, brillenartige
sch' Y* 1 Durch diese oder neben der Schicht sieht man dünnwandige, ver-
? n lan S gestreckte Langzellen der inneren Epidermis, die mit Spaltöffnungen
vielen, etwa 50 fx langen Haaren versehen sind, hervortreten.
de r g ' ^®Den der Fruchtsamenhaut (Fig. 69), Die mit der inneren Epidermis
Druckt 6 Z6n —' aus genommen in der Scheitelgegend des Kornes — verwachsene
ganz ! a ! neil Daut verhält sich den entsprechenden Schichten des Roggens und Weizens
S eich und besteht aus 4 Zellschichten, nämlich der Fruchtoberhaut mit Lang-
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