Full text : Die Untersuchung landwirtschaftlich und gewerblich wichtiger Stoffe

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Futtermittel.

hautzellen  und  die  kurzen,  durch  dickwandige  Rundzellen  getrennten  Oherhautzellen
zeigen  sich  als  zackige,  mit  langen  knorrigen  Fortsätzen  ineinander  greifende  Gebilde ­
  Uber  den  Faserzellen.
2.  Großpolyedrisches  Parenchym  (Fig.  76,  S.  313).  Auf  die  Faserschicht
folgen  die  großpolyedrischen  Parenchymzellen,  die  bandartig  gestreifte  Zellwände
haben  und  in  welche  man,  wie  in  deckellose  Kästchen,  hineinsehen  kann.  Sie
sind  zart,  verquollen  mit  verdünnter  Kalilauge  und  werden  durch  heiße  Kalilauge
zerstört.
3.  Silherhäutchen  (Fig.  77,  S.  313).  Das  Silherhäutchen,  die  zarte,  glänzende
Fruchthaut  umschließt  das  geschälte  Reiskorn  und  lagert  mit  den  Schlauchzellen
unmittelbar  auf  der  Aleuronschicht;  eine  Samenhaut  fehlt  beim  Reis.  Die  Zellschichten ­
  der  Silberhaut  bestehen  aus  den  zusammengedrückten  Langzellen,  den  fast
inhaltlosen,  oft  durch  weite  Interzellularräume  voneinander  getrennten  Querzellen
und  den  faden-  oder  streifenartig  in  weiten  Zwischenräumen  nebeneinander  liegenden
Schlauchzellen  (3—5  n  breit  und  bis  100  /,/.  lang).  Die  Zellen  der  einreihig  das
Korn  umgebenden  Aleuronschicht  sind  5-  bis  6-seitig.  Auch  die  Silberhaut  wird,
wie  das  großpolyedrische  Parenchym,  leicht  durch  Kalilauge  zerstört.  Man  färbt
es,  um  die  einzelnen  Teile  erkennbar  zu  machen,  zweckmäßig  mit  Chlorzinkjod.

Fig.  78.  Eels-Stärke  nach  J.  Möller.  (Vergr.  300.)

4.  Die  Stärkekörner  (Fig.  78).  Die  Stärkekörner  des  Reises  haben  einige
Ähnlichkeit  mit  denen  des  Hafers.  Auch  hier  findet  man  zahlreiche  isolierte,  kleine,
polygonale,  mit  Kernhöhle  versehene  Stärkekörner  von  3—7  fi  Durchmesser,  neben
welchen  eiförmige  Klumpen  mit  2—100  einzelnen  Körnchen  angetroffen  werden.
Sie  färben  sich  mit  Jod  häufig  rot  bis  rotbraun,  wie  die  der  Klebhirse.
Mais,  Zea  Mais.
Der  Mais  wird  vielfach  wie  der  Hafer  direkt  bezw.  nach  dem  Schroten  zur
Fütterung  verwendet.  Da  der  Keim  wie  das  hornartige  Endosperm  beim  Mais  einen
großen  Teil  des  Kornes  ausmachen  und  beide  mit  der  Schale  verwachsen  sind,  so  läßt
sich  das  Maiskorn  durch  den  einfachen  Mahlvorgang  nicht  so  vollständig  wie  andere
Getreidearten  in  feines  Mehl,  Gries  usw.  und  Kleie  zerlegen.  Das  Mehl  behält  infolge ­
  Beimengung  der  peripherischen  Schichten  leicht  eine  gelbliche  Färbung;  in
die  Abfälle  (Kleie)  gehen  dagegen  außer  der  Fruchtschale  und  dem  Keim  auch  noch
Teile  des  hornartigen,  glasigen  Endosperms  über.  Aus  dem  Grunde  hat  man  versucht,
            
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