Mikroskopische Untersuchung. Fenchel. Kümmel. Olivenkerne.
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Fenchel ist noch das sich darbietende Bild gitterförmiger Gewebspartien, die dadurch
entstehen, daß Gewebsteile des Fruchtwandparenchyms mit der inneren Oberhaut in
Verbindung geblieben sind (Fig. 137, S. 366).
Fenchel
Fig. 188.
nach J. Möller. Innere Oberhaut
der Fruchtschale.
mit Spaltöffnungen.
Kümmel, Carum Carvi L.
Für Kümmel, Carum Carvi, der in ähnlicher Weise wie Anis und Fenchel
erwendung findet, lassen sich ähnlich scharf ausgeprägte, durchgreifende Unterscheidungsmerkmale
in der Struktur der Frucht nicht angeben, welche in zereinertem
Zustande eine sichere Bestimmung zuließen.
Olivenkerne, Olea europaea L.
Die pflaumenartige Frucht des Ölbaumes, Olea europaea L., enthält in
g r ® m Fruchtfleische das öl, welches als Speiseöl die weitgehendste Verwendung
Die Preßrückstände der Olivenkerne, welche nicht selten den Gewürzpulvern,
namentlich dem Pfeffer zum Zweck der Verfälschung beigemengt werden, kommen
auc i wohl als Futtermittel, entweder als solches oder im Gemisch mit anderen Ablallen,
i n den Handel.
, ^’ e äußere Umhüllung der Olivenkerne besteht aus einer Steinschale mit
sich 1 t( ? n< * en Td 1611 des Fruchtfleisches, welches, mit der Steinschale verwachsen,
mit niC ^ Slatt von dieser ablösen läßt. Im Innern ist die Steinschale bekleidet
lieh ™ ner .■^ em l )ran aus zarthäutigen Zellen, welche in Wasser farblos und undeutgeschichtet,
in Alkalien und Säuren gelb gefärbt erscheinen.
rück ^teinschale stets in größerer oder geringerer Menge in den Preßhild
^ ii ’ I | K ^ en vorhanden ist und ihre Zellen am wenigsten die Gestalt verändern,
en ( l le selben ein wertvolles Kennzeichen beim Nachweis der Olivenkerne,
von r Hauptmasse der Steinschale besteht aus kurzen, mannigfach gestalteten,
za reichen Porenkanälen durchzogenen Steinzellen (Fig. 140, S. 368).
An der Innenseite sind die Zellen gestreckt, flach und wenig verdickt.