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Futtermittel.
der Reisspelze S. 313 ähnlich; die dickwandigen Zellen der letzteren sind aber
verhältnismässig noch größer und breiter (vergl. die folgende Übersicht).
Übersicht über die Größenverhältnisse der Zellen der vorstehenden
Spelzen.
Spelze der Samen
von
Breite der
dickwandigen
Breite
der Binbuch-
Eutiiing
der
Eintungen
(d)
Auf 1000 ß
Länge
kommen
Kurzzellen
Spaltöffnungen
Haare
Zellen (a)
tungen(o)
PC rP
Po £
H-1 «1-1 P
P
in den Oberhautzellen
Lolium temulentum L.
40-66 ß
12—20 ß
16 ß
12—17
vorhanden
kurz,
Bromus secalinus L. .
32—44 ß
14—16 ß
3—12 ß
8—12
desgl.
konisch,
dickwandig.
Avena fatua L. . . .
40-60 ß
17—26 ß
5—8 ß
—
desgl.
kurz,
(Avena sativa L., vergl.
oben S. 310) . . .
30-40 ß
14—16 ß
CO
1
konisch.
Tritioum repens L.
22—24 fi
7—8 u
8 ß
—
desgl.
—
(Hordeum, vergl. S. 306)
23—28 ß
10-12 ß
3—4 ß
—
—
—
Setaria viridis R. Br. .
64—72 ß
24—28 ß
16—20 ß
’
—
—
Panicum crus galli L.
56—96 ß
24—44 ß
8 ß
—
—
—
Desgl. einzelne Zellen
88—128 ß
40—66 ß
8—16 u
—
—
—
(Eeisspelze, vergl, Seite
313)
185—270 ß
80—110 ß
25—50 ß
—
—
—
Unkrautsamen von Cruciferen.
Außer den Vertretern der Ölsamen, die zu der Gruppe der Brassica Napus
und Brassica Rapa gehören und die nach dem Entfetten nur die Bezeichnung Raps- oder
Rühkuchen (S. 335) führen sollen, kommen noch eine Reihe anderer Cruciferensamen
vor, die teils für sich allein oder auch im Gemisch mit obigen zwei Samen-Varietäten
gepreßt werden oder sich als Unkrautsamen in den echten Raps- oder Rühkuchen
finden. Hierzu gehören u. a.:
a) Ostindische Rapssaat (Brassica campestris L. var. Sarson Train, Indian
Colza, auch Brassica glauca oder Sinapis glauca Roxb. genannt, Fig. 156). Die
indischen Rapskuchen enthalten nach J. Hansen und H. Hecker 1 ) nicht mehr
Senföl (0,7 °/ 0 im Samen) oder von anderer Wirkung als die Rapskuchen aus
europäischer Saat; auch haben sie nach ihnen denselben Futterwert als diese;
nichtsdestoweniger sollen sie nach der S. 335 angegebenen Begriffserklärung
als indische Rapskuchen bezeichnet werden.
Als besonderes Kennzeichen für die Unterscheidung des ostindischen Rapses
von anderen Brassica-Ärten gibt C. Böhmer an, daß die meist undeutlich rundlichen
Palissaden stark lichtbrechend sind; eine Maschenzeichnung ist nur selten
und dann noch schwach vorhanden. Die glatte Epidermis und das äußere Parenchym
lassen keine Teilung erkennen. 2 ) Die Farbe ist gelbweiß.
*) Laudw. Jahrbücher 1903, 32, 371.
2 ) Weiter kommen im indischen Rapskuchen vor: Brassica juncea Hook f. et Thoms,
Brassica dichotoma Prain (brauner indischer Raps) und Brassica ramosa (punktierter indischer
Raps). Hierüber vergl. C, Böhmer, Kraftfuttermittel 1903, 416.