Full text : Die Untersuchung landwirtschaftlich und gewerblich wichtiger Stoffe

Mikroskopische  Untersuchung.  Die  Pilze  der  Futtermittel.

415

d)  Ehizopus  nigricans  Ehrenberg,  eine  überall  gemeine  Art,  deren  Mycelfäden
lange,  stolonenartige  Seitenzweige  treiben,  die  im  Bogen  durch  die  Luft  wachsen,
mit  ihren  Enden  die  Unterlage  berühren  und  hier  eigenartige ­
  Haftorgane  in  Form  rosettenartig  angeordneter
verzweigter  Hyphen  treiben  (Fig.  221).
Von  den  zu  den  Askomyceten  gehörenden
Perisporiaceen  kommen  vorwiegend  in  Betracht  die
Gattungen  Eurotium  (Aspergillus)  und  Penicillium.
Das  Mycel  dieser  Pilze  ist  wesentlich  feiner  als  das  der
Mucoreen  und  in  zahlreiche  Zellen  geteilt.  Beiden
Gattungen  gemeinsam  ist  der  Bau  der  Konidienträger.
Sie  sind  unverzweigt,  ein-  oder  mehrzellig  und  tragen
an  dem  oberen  Ende  einfache  oder  verzweigte  kleine,  Fig ,  2 si.  Ein  stolo  von
flaschenförmige  Gebilde  (Sterigmen),  an  deren  Ende  RMzopus  nigricans  mit
basipetal  Konidienketten  abgeschnürt  werden.  Bei  den  SägerT^faoh^iSz^p’f'
hier  in  Betracht  kommenden  Aspergilleen  sind  die
Träger  meist  einzellig  und  am  Ende  blasenförmig  angeschwollen,  bei  den  Penicillien
sind  sie  mehrzellig  und  bilden  im  oberen  Teile  kurze  Zweige.  Am  Ende  des  Hauptfadens
wie  der  Seitenäste  entstehen  Sterigmen.  Für  einige  Arten  ist  auch  die  Schlauchform ­
  bekannt,  die  entweder  direkt  zur  Ausbildung  gelangt  oder  erst  in  einen  sklerotiumartigen
  Ruhezustand  übergeht,  aus  dem  später  die  Schlauchbildung  erfolgt.  Die
Schlauchformen  der  Aspergilleen  werden  meist  als  die  Gattung  Eurotium,  die  schlauchlosen ­
  als  Aspergillus  zusammengefaßt.
Die  wichtigsten  Arten  sind:
a)  Eurotium  herbariorum  de  By.  (Asp.  glaucus)  und  E.  repens,  die
häufigsten,  wolü  identischen,  Arten  der  Aspergilleen.  Die  Konidien  (Fig.  222)

Fig.  222.  Kolbenschimmel  (Eurotium  herbariorum  oder  Aspergillus  glaucus).
B  ^ y 1 ce ^ ium  ramm  mit  einem  Konidienträger  c  und  einem  jungen  Perithecium  F.  (190-fach).
Kolbenförmiges  Ende  des  Konidienträgers  mit  einigen  Sterigmen,  die  Sporenabschniirung  zeigend.
q  (250-fach).
Un d  B  Entwickelung  der  Perithecien;  E  ein  Askus  mit  Sporen  aus  einem  Perithecium.  (600-fach).
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.