Full text : Die Untersuchung landwirtschaftlich und gewerblich wichtiger Stoffe

Die  Untersuchung  der  Sämereien

Auf  die  Unterscheidungsmerkmale  der  einzelnen  landwirtschaftlichen  Sämereien
und  der  Unkrautsamen  kann  hier  nicht  eingegangen  werden;  hierüber  vergl.  man
Fr.  Nobbe,  Handbuch  der  Samenkunde.  Berlin  1876.  Wiegandt,  Hempel  undParey;
C.  0.  Harz,  Landwirtschaftliche  Samenkunde.  Berlin  1885.  Paul  Parey;
L.  Wittmack,  Gras-  und  Kleesamen.  Berlin.  Paul  Parey;  F.  G.  Stehler  und
C.  Schröter,  Die  besten  Futterpflanzen.  Bern.  K.  J.  Wyß;  0.  Burchard,  Die
Unkrautsamen  der  Klee-  und  Grassaaten  mit  besonderer  Berücksichtigung  ihrer
Herkunft.  Berlin  1900.  Paul  Parey.
Aber  selbst  genauere  Abbildungen  lassen  besonders  den  Anfänger  in  solchen
Untersuchungen  für  eine  Diagnostik  der  einzelnen  Samenarten  im  Stich.  Es  empfiehlt
sich  daher  für  die  Samenkontrollstationen,  eine  Sammlung  echter  Sämereien
und  der  verschiedenen  Unkrautsaraen  selbst  vorrätig  zu  halten.
Vorschriften  für  die  technische  Untersuchung  der  Sämereien  nach  den
Vereinbarungen  des  Verbandes  landw.  Versuchs-Stationen  im  Deutschen  Reiche.
1.  Einzufordernde  Sameninenge.  Die  für  eine  vollständige  Untersuchung  erforderliche ­
  Samenmenge  beträgt  mindestens;
50  g  von  Anis,  Bastardklee,  Birke,  Dill,  Fenchel,  Grassamen  aller  Art,  Hornklee,  Kerbel,
Kresse,  Möhre,  Mohn,  Petersilie,  Reseda,  Spörgel,  Tabak,  Weißklee;
100  g  von  Ahorn,  Buchweizen,  Dotter,  Eibisch,  Erle,  Esche,  Esparsette,  Gelbklee,  Gurke,
Hanf,  Hirse,  Hornbaum,  Inkarnatklee,  Karde,  Kohlarten,  Lattich,  Lein,  Linse,
Luzerne,  Maulbeere,  Nadelhölzer,  Raps,  Rapünzchen,  Rettich,  Rotklee,  Rübsen,  Senf,
Serradella,  Sorgho,  Spinat,  Ulme,  Waid,  Wicke,  Wiesenknopf  (Poterium),  Wundklee,
Zichorie,  Zwiebel;
250  g  von  Bohne,  Eiche,  Erbse,  Gerste,  Hafer,  Kürbis,  Lupine,  Mais,  Obstkernen,  Platterbse,
Roggen,  Rotbuche,  Runkel-und  Zuckerrübe,  Sonnenblume,  Sojabohne,  Spelz,  Weizen;
1 1 / 6  1  zur  Bestimmung  des  Volumgewichts  von  Getreide  usw.
Es  wird  hierbei  vorausgesetzt,  daß  der  Einsender  eine  gleichgroße,  identische,
durch  den  Zeugen  versiegelte  Probe  für  eine  etwaige  Schiedsprüfung  zurückbehalte
und  ordnungsmäßig  (in  einem  trocknen,  ungeheizten,  frostfreien  Raume)  aufbewahre.
Die  Versuchs-Stationen  erklären  sich  jedoch  bereit,  die  sachgemäße  Teilung  eines
richtig  gezogenen  Gesamtmusters  von  dem  Doppelten  der  obigen  Gewichtsmengen
ihrerseits  auszuführen  und  die  nicht  in  Untersuchung  zu  nehmende  Hälfte  ordnungsmäßig ­
  aufzubewahren.
2.  Probeziehung.  Zur  Entnahme  einer  zutreffenden  Durchschnittsprobe  aus
einer  entsprechenden  Anzahl  der  Säcke  wird  dem  Einsender  empfohlen:
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.