Full text : Die Untersuchung landwirtschaftlich und gewerblich wichtiger Stoffe

Hefe.

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eine  gleichmäßige  Aufschlämmung  hergestellt  ist.  Darauf  wird  das  Kölbchen  samt
Inhalt  und  Kautschukstöpsel  h  gewogen,  in  Wasser  oder  einen  Thermostaten
von  30°  gestellt  und  6  Stunden  auf  dieser  Temperatur  erhalten.  Nach  Ablauf
dieser  Zeit  nimmt  man  das  Kölbchen  heraus,  kühlt  es  rasch  ab,  nimmt  den  Kautschukstöpsel
  h  weg,  saugt  Luft  durch,  um  die  Kohlensäure  völlig  auszutreihen,  und  wägt
das  Kölbchen  samt  Zubehör  abermals.  Der  Gewichtsverlust  gibt  die  Menge  Kohlensäure ­
  an,  welche  durch  Vergärung  des  Zuckers  entstanden  ist  und  ausgetrieben  wurde.
Um  die  Triebkraft  einer  Hefe  mit  der  einer  anderen  vergleichen  zu  können,
nimmt  Meißl  eine  Normalhefe  an,  unter  der  er  Hefe  versteht,  welche  unter  den
gleichen  Bedingungen  wie
oben  1,75  g  Kohlensäure
entwickelt.  Die  Triebkraft
dieser  Hefe  =  100  gesetzt, ­
  findet  man  durch  die
Proportion  1,76  :  n  =  100  :  x
die  Triebkraft  4er  Hefe,
welche  n  g  Kohlensäure  entwickelt, ­
  in  Prozenten  der
Triebkraft  einer  Normalhefe.
Gute  Preßhefe  gibt  76
Ms  85  °/ 0  Gärkraft.
ß)  Verfahren  von
Hayduck  und  Kusserow.
Zu  diesem  Verfahren  verwendet ­
  man  einen  Apparat
(Pig.  290),  der  dem  Dumasschen
  Apparat  zur  Stickstoffbestimmung, ­
  bezw.  dem
Sch  eibl  er  sehen  Kohlensäure ­
  -  Bestimmungsapparat
(S.  102)  ähnlich  ist  und  im
Wesentlichen  aus  einem  in
ccm  eingeteilten  Meßrohr  von
500  ccm  Inhalt  besteht.
Vorerst  werden  40  g
Rohrzucker  in  400  ccm
Wasser  gelöst,  sodann  10  g
der  zu  untersuchenden  Hefe
abgewogen,  in  eine  Schale
gegeben  und  mittels  eines
Pistills  mit  einer  kleinen
Menge  der  obigen  Zuckerlösung  zerrieben,  bis  keine  Klümpchen  mehr  wahrnehmbar ­
  sind.  Diese  Aufschlämmung  gibt  man  in  eine  Flasche  von  1  1  Inhalt,
spült  die  Schale  noch  ein  paarmal  mit  der  Zuckerlösung  nach  und  gießt  zuletzt
die  ganze  Zuckerlösung  in  die  Flasche.  Der  Inhalt  wird  umgeschüttelt  und  die
Flasche  offen  in  ein  Wasserbad  von  30°  gestellt,  in  welchem  sie  1  Stunde  lang
stehen  bleibt.  Erst  nach  Verlauf  dieser  Zeit  verbindet  man  die  Gärflasohe  mittels
Gummischlauches  mit  dem  inzwischen  mit  Wasser  bis  zum  Null-Teilstrich  gefüllten
Meßapparat.  Zur  Verhinderung  der  Absorption  der  Kohlensäure  durch  Wasser  gibt
fflan  in  den  Meßschenkel  des  Apparates  etwas  Petroleum,  welches  sodann  hei  dei
            
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