Chemische Untersuchung.
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bichromat, beide von bestimmtem Gehalt zu wählen, sind nur für wenige Färbungen
und Trübungen brauchbar und bieten bei der großen Mannigfaltigkeit der Trübungen
und Färbungen der Abwässer in zahlreichen anderen Fällen keinen richtigen Vergleich.
Diese Ühelstände veranlaßten den Verfasser, nach einem Hilfsmittel zu
suchen, die Farbentiefe und den
Trübungsgrad eines Schmutzwassers
durch Messung der
Lichtdurchlässigkeit für
weißes Licht auf ein einheitliches
Maß zurückzuführen.
Dieses glaubt der Verfasser 1 )
durch das Diaphanometer,
welches von dem Optischen
Institut A. Krüß in Hamburg
angefertigt wird, erreichen zii
können.
Die Einrichtung des
Diaphanometers beruht wie
bei dem Duboscqschen Kolorimeter
auf der Anwendung
von Tauchrohren und der Vergleichung
durch ein Lummer-Brodhun’sches
Prisma; sie
erhellt aus den Abbildungen
Fig. 319 und 320.
Man sieht durch das Okular
das Gesichtsfeld durchschnitten
durch einen senkrechten Streifen.
Dieser erhält sein Licht durch
die eine Tauchröhre, die Seitenteile
des Gesichtsfeldes werden
durch die andere Tauchröhre
erleuchtet. Sind beide Helligkeiten
gleich, so verschwindet
die Begrenzung des Streifens,
man hat ein gleichmäßig beleuchtetes
Gesichtsfeld.
In der rechten Täiiich. -
röhre wird die Flüssigkeitshöhe Fig ' 320 ' Äußere Ansicht des Diaphanometern
variiert, um gleiche Beleuchtung
herzustelleh. Die linke Tauchröhre dient für gewöhnlich nur dazu, gleiche
optische Verhältnisse mit der rechten Seite herbeizuführen, nämlich das System
Glasplatte — Flüssigkeit — Glasplatte. Der linke Zylinder wird auf Null eingestellt,
dann ist in ihm eine Schicht von 10 mm Flüssigkeit wirksam; diese Schicht
ist auch im rechten Zylinder unterhalb des Nullstriches vorhanden und es bleibt
als Unterschied in der Wirkung der beiden Seiten nur die Länge der im rechten
Zylinder über dem Nullstrich vorhandenen Flüssigkeitsschicht übrig.
J ) Zeitschr. f. Untersuchung d. Nahrungs- u. Geaußmittel 1904, 7, 129 u. 687.