Full text : Die Entwicklung der Weißgerberei

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10.  Natur  der  Beizmittel.
11.  Natürliche  Beschaffenheit  der  Schwellbeize  oder  der  Gärungsmittel. ­

12.  Dauer  der  Zeit,  während  welcher  man  schwellt.
13.  Temperatur  des  Schwellens.
14.  Zahl  und  Reihenfolge  der  Operationen  und  Dauer  derselben.
15.  Stoßen,  Walken,  Streichen  usw.
16.  Natur  des  Gerbematerials.
17.  Zeitdauer  des  Gerbens.
18.  Temperatur  des  Gerbens.
19.  Dicke  der  Haut  vor  dem  Gerben.
20.  Ob  gefettet  wird  oder  nicht.
21.  Ob  mit  Alaun  behandelt  wird  oder  nicht.
22.  Beschaffenheit  des  Fettes.
23.  Ob  das  Fett  warm  eingerieben  wird  oder  kalt.
24.  Zahl  und  Art  der  Operationen  des  Zurichtens,  wie  Stollen,
Schlichten,  Strecken,  Recken,  Krispeln,  Pantoffeln  usw.
25.  Ob  die  Narbe  entfernt  ist  oder  nicht.
26.  Ob  die  Fleisch-  oder  die  Haarseite  vorzüglich  bearbeitet  ist.
27.  Auch  das  Färben,  da  auch  die  Farbstoffe  oft  noch  gerben,
so  die  Alaunbeize  und  die  Farbstoffe  selbst.
Mit  diesen  Gerbemethoden  ist  natürlich  die  Zahl  der  Gerbungsarten ­
  keineswegs  erschöpft.  Wir  werden  sehen,  daß  die  Zahl  der  Gerbemethoden ­
  sowohl  auf  primitiven  Stufen  der  Kultur  eine  viel  größere
ist,  als  auch,  daß  es  dem  19.  Jahrhundert  gelungen  ist,  eine  weitere
Zahl  hinzuzufügen;  aber  die  angegebenen  Schemata  sind  einmal  feste
Typen  in  der  großen  Zahl  der  kleinen  Variationen,  zweitens  aber
stellen  sie  uns  den  festen  Stamm  dar,  welchen  das  19.  Jahrhundert
als  Erbe  vieler  verflossener  Zeitperioden  überkommen  hat;  sie  sind  gewissermaßen ­
  feste  Einheiten  im  Wechsel  der  Erscheinungen,  das  Ziel,
in  welchem  eine  vielhundertjährige  Entwicklung  gegipfelt  hat,  andererseits ­
  aber  auch  wieder  der  Ausgangspunkt,  in  welchem  die  Wurzel
der  modernen  Entwicklung  liegt.  Es  wird  unsere  nächste  Aufgabe  sein,
an  Hand  des  so  gewonnenen  festen  Gerüstes  ein  Verständnis  zu  gewinnen ­
  für  die.  leitenden  Ideen,  welche  den  Gerbemethoden  zugrunde
liegen,  um  dann  von  hier  aus  in  festen  Tatsachenreihen  die  Entwicklung
der  Technik  bis  zu  unseren  Tagen  verfolgen  und  verstehen  zu  können.
            
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