Full text: Die neuere Entwicklung des Petroleumhandels in Deutschland

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menge von 167000 Fass stehen) u. s. w., wo eine ganze Anzahl 
Tanks — ä je ca. 14000 Fass Inhalt! — zusammensteht, erfor 
dern demgemäss ein Areal, das nach Zehntausenden von qm 
misst. 
Auf diesen dem übrigen Warenverkehr entzogenen Plätzen 
pflegen übrigens auch die grossen Fasslager, Fassfabriken und 
Reparaturwerkstätten zu liegen, sodass eine solche Anlage mit 
unter eine imposante Grösse erreicht. 
Aber auch schon die Fassläger der lokalen Grosshändler 
mussten eine relativ erhebliche Ausdehnung haben, umsomehr, 
da für die Hauptbedarfszeit, während der eine Zufuhr oft nur 
unter Schwierigkeiten möglich war, immer genügend Vorrat da- 
sein musste. Da ausserdem bei diesen Lägern hohe Leckage un 
vermeidlich war, stellte sich die Lagerung schon an sich sehr 
teuer, jedenfalls verhältnismässig viel teurer als diejenige in 
Tanks. 
Alle diese eben erwähnten Umstände wirkten zusammen, 
um den Petroleumhandel in der Hand verhältnismässig weniger 
Grossisten zu konzentrieren, zunächst in der der Importfirmen. 
Als die Amerikaner daran dachten, ihr Produkt auf dem 
deutschen Markte einzuführen, stiessen sie zuerst auf grosse 
Schwierigkeiten. Niemand wollte sich mit dem feuergefährlichen 
und ekelhaften Steinöl, dessen Absatzfähigkeit man damals noch 
nicht entfernt ahnte, befassen. Erst nach längerem Zaudern ent 
schlossen sich der Geestemünder Spediteur Wilh. A. Riedemann 
und die Bremer Firma Alb. Nie. Schütte & Sohn, Inhaber die 
Brüder Franz Ernst und Karl Schütte , die Vertretung zu über 
nehmen. Der Versuch glückte, und Millionen auf Millionen 
rollten den glücklichen Mitbegründern und genialen Leitern der 
Deutsch-Amerikanischen-Petroleum-Gesellschaft in den Schoss. 
Bald darauf kamen noch einige andere Firmen, Bremer und Plam- 
burger, hinzu. 
Der ganze Handel beschränkte sich naturgemäss zuerst nur 
auf das Fassengrosgeschäft. Die gefüllten Fässer kamen auf 
Seglern herüber, wurden im Hamburger und Bremer Hafen ein 
gelagert und in Quantitäten von meist je mehreren hundert Fass 
an die grösseren binnenländischen Grossisten abgesetzt, die ihrer 
seits nicht immer schon direkt an die Detaillisten, oft erst noch 
wieder an kleinere Platzgrossisten ladungs- oder fassweise ab 
setzten. Aus den Holzfässern in den Läden der Detaillisten
	        
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