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blieb, auch mit solchen Händlern Geschäfte zu machen, die von
ihr selbst nichts wissen wollten.
Mit den kleineren Zwischenhändlern machte man weniger
Umstände. Man liess ihnen die Wahl, ob sie einen Vertrag ein-
gehen wollten oder nicht. Verhielten sie sich ablehnend, so
mussten sie ihren Absatz, hoffnungslos schwinden sehen, ohne
irgend eine Entschädigung dafür zu erhalten. Die Einsichtigeren
entschlossen sich daher meist zu einem Vertrag, der ihnen we
nigstens für einige Jahre eine angemessene Ausfallentschädigung
bot und ihnen obendrein gewisse kleine Vorteile beim Einkauf
sicherte. Die Mindestverkaufspreise waren ihnen vorgeschrieben,
Mehrforderungen durften sie stellen. Das Resultat solcher Ab
machungen liegt auf der Hand : die Grosshändler wurden zu einem
willenlosen Werkzeug der D.-A.-P.-G. Versuchten sie wirklich
einmal die Fesseln abzustreifen, so wurden sie durch eine bru
tale Preispolitik bald mürbe gemacht. Ein Kampf ist für sie, da
sie keinen festen Rückhalt haben und ihr Absatzgebiet beschränkt
ist, auf die Dauer aussichtslos. Um so mehr, da ihn die D.-A.-
P.-G., wenn auch unter augenblicklichen eigenen Verlusten, aus
fechten muss. Hat sie doch an der Vernichtung des Zwischen
handels ein vitales Interesse.
Bislang war immer nur von der D.-A.-P.-G. die Rede. Sie
ist bei weitem die bedeutendste in Deutschland arbeitende Pe
troleumgesellschaft, operierte am ersten mit solchen Verträgen,
und ihr Vorgehen ist für die andern Gesellschaften typisch. Das
Verhältnis dieser Gesellschaften zu einander ist später noch zu
besprechen.
In ausgedehnter Weise brachte auch die Schwestergesellschaft
der D.-A. P.-G., die Mannheim-Bremer-Petroleum-Aktiengesell
schaft, solche Verträge zur Anwendung. Sie erregten s. Zt., als zu
erst etwas darüber in die Oeffentlichkeit drang, einen solchen
Sturm der Entrüstung, dass sie — 1897 — sogar zu einer Inter
pellation im Reichstage Veranlassung gaben. Die Folge war,
dass einige verfängliche Klauseln beseitigt wurden, sonst aber
alles beim alten blieb.
Bemerkenswert ist, dass die Fesselung des freien Handels
nicht allein von den beiden eben erwähnten Gesellschaften, son
dern in ganz ähnlicher Weise auch von den anderen grossen Im
portfirmen angestrebt wird. Selbst die Pure Oil Company, die,
weil »unabhängig«, von den enragierten »Monopolgegnern« ge-