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Riedemann in Geestemünde, die Brüder Franz Ernst und Karl
Schütte in Bremen und der Rechtsanwalt Dr. Wiegand, Bremen.
Letzterer scheint bald ausgeschieden zu sein, denn schon nach
kurzer Zeit werden die Hamburger Firmen Sanders und Siemers
als an der D.-A. P.-G. beteiligt angeführt. Das Anfangskapital
war 9 Millionen Mark, ausserdem wurden schon bald nach der
Gründung für 11 Millionen Mark Genussscheine ausgegeben.
Diese 20 Millionen Mark verteilten sich (Swoboda S. 136) folgen
dennassen :
7 750 000 Standard Oil Company of Newyork
3 875 000 Wilh. A. Riedemann, Geestemünde
1 937 5°° F. E. Schütte | i. F. Alb. Nie. Schütte & Sohn,
1 937 5°o Karl Schütte j Bremen
2 500 OOO G. J. H. Siemers & Co., Hamburg
2 500 OOO Aug. Sanders & Cie, Hamburg.
Die Aktien der beiden letztgenannten Firmen waren aber
nicht stimmberechtigt, wahrscheinlich deshalb nicht, weil diese
etwas später eintraten. Der eigentliche Aktienstock ist bis jetzt
unverändert geblieben, dagegen wurden bis Ende 1904 Genuss
scheine im Gesamtbeträge von 21 Millionen Mark ausgegeben.
Sitz der Gesellschaft war zuerst Bremen, doch wurde der Schwer
punkt, besonders seitdem Riedemann nach dem günstiger ge
legenen Hamburg übergesiedelt war, immer mehr nach diesem
Platze verlegt, und seit 1. Juli 1904 ist der Sitz offiziell Hamburg.
Direktoren waren von 1890—1904 ununterbrochen die beiden
Brüder Schütte und Riedemann. Im Aufsichtsrat sassen 5 Stan
dardleute. Die Majorität der Stimmen in der Generalversamm
lung dagegen besass die St.O.C. bis 1. Juli 1904 nicht. Erst
an diesem Tage trat sie aus der Versenkung, in der sie wohl
weislich bis dahin geblieben war, heraus, nachdem ihr die geniale
geschäftliche Tüchtigkeit der den Vorstand bildenden deutschen
Herren den Weg geebnet hatte: der Zwischenhandel war nieder
geworfen, der Tankbetrieb im grossen und ganzen eingeführt.
Jetzt brauchte die D.-A. P.-G. die Maske nicht mehr. Am 1. Juli
1904 hörte sie auf, eine deutsche Gesellschaft zu sein, und ist nur
noch eine Filiale der St.O.C. Während diese noch im Früh
sommer 1904 von dem 30 Millionen Mark betragenden Gesamt
kapital nur etwa 11 Millionen Mark besass, der Rest von fast
19 Millionen aber in den Händen von 55 deutschen Kaufleuten
war (nach Angabe der D.-A. P.-G. !), übernahm sie an dem ge