Full text : Das Zolltarifgesetz der Vereinigten Staaten von 1913

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Zölle  entsprechend  und  betragen  für  Garn  25%  und  für  einfache
Stoffe  27%%.  Mit  einem  Zollzuschlag  von  2'A%  werden  Stoffe
belegt,  die  gebleicht,  gefärbt,  bedruckt  oder  merzerisiert  sind.
Der  Maximalzoll  auf  Stoffe  beträgt  30%,  für  gewöhnliche  Strumpfwaren ­
  20%,  für  Modestrumpfwaren  sind  verhältnismäßig  hohe
Zölle  beibehalten  worden:  30%,  falls  der  Wert  zwischen  70  cents
pro  Dutzend  oder  weniger  beträgt;  40%,  wenn  der  Wert  zwischen
70  cents  und  1,20  Doll,  schwankt,  und  50%,  wenn  er  1,20  Doll,  übersteigt. ­
  Hier  ist  einer  der  verhältnismäßig  wenigen  Fälle,  in  dem
das  Schutzsystem  (mit  dem  steigenden  Warenwert  entsprechend
progressiven  Sätzen)  beibehalten  wird.  Baumwollene  gestrickte
Waren  sind  im  allgemeinen  mit  20%  zollpflichtig,  und  die  Sammelposition ­
  sieht  für  baumwollene  Waren,  die  nicht  besonders  aufgeführt ­
  sind,  30%  vor.  Baumwollene  Handschuhe  unterliegen
einem  Zoll  von  35%.
Diese  Ziffern  weichen,  wie  schon  einmal  gesagt,  radikal  von
den  im  früheren  Zolltarif  vorgesehenen  ab.  Aber  wie  bereits  erwähnt, ­
  wird  die  Ermäßigung  auf  die  meisten  Waren  nur  nominell
sein.  Die  billigeren  Sorten  von  Baumwollstoffen  werden  in  den
Vereinigten  Staaten  so  billig  wie  in  irgendeinem  anderen  Lande
hergestellt.  Außer  gelegentlichen  Spezialitäten  werden  solche
Waren  nicht  importiert,  sondern  vielmehr  von  den  Vereinigten
Staaten  exportiert.  Waren  mittlerer  Sorte,  obwohl  sie  nicht  exportiert ­
  werden,  würden  wahrscheinlich  selbst  bei  völlig  freier
Einfuhr  nicht  in  erheblichen  Mengen  importiert  werden;  und  der
jetzt  bestehende  Wertzoll  wird  auch  weiter  den  inländischen
Markt  sicher  in  den  Händen  der  amerikanischen  Fabrikanten
lassen.  Wahrscheinlich  werden  nur  die  feineren  Waren  von  den
Änderungen  berührt  werden.  Ein  Import  derselben  hat  trotz  der
früheren  hohen  Zölle  beständig  stattgefunden  und  wird,  infolge  der
niedrigen  Zollsätze,  noch  größer  werden.  Diese  Waren  sind  auch
durch  die  früheren  Spezialzölle  am  meisten  berührt  worden.  Die
Spezialzölle  waren  auf  besonderen  Wunsch  der  inländischen
Fabrikanten  aufgestellt  worden  und  waren  solcher  Natur,  daß
man  der  Konkurrenz  ausländischer  Fabrikanten  wirkungsvoll  begegnen ­
  konnte.  Ohne  Zweifel  waren  diese  Zölle  in  den  meisten
Fällen  unnötig  hoch.  Sie  waren  Prohibitivzölle  wie  bei  den  Wollwaren.
  Die  fortdauernd  importierten  Waren,  die  in  der  Haupt-
            
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