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Andreas Walther
I
durch längere gemeinsame Arbeit erreicht werden kann, muß sein,
in möglichst wenigen typischen Zahlen das Wesentliche
der Schichtung auszudriieken. In skizzenhafter Form werden
solche Hauptskalen immer der erste Anfang der Forschung, in
durchgearbeiteter Form aber ihr letztes und reifstes Resultat sein.
Nun ist jede einzelne Ziffer einer solchen Skala, Preis eines
Pferdes, Jahresverbrauch an Getreide, Gesamtsumme eines Budgets
usw., immer nur ein Durchschnitt aus vielen individuellen
Angaben, bedarf also zu gesicherter Feststellung einer vorgängigen
Spezialuntersuchung. Wie die Verwertung jeder historischen Angabe
auf einem großen, von vielen Händen errichteten und erhaltenen
Gebäude von Quellenkritik ruhen muß, so die Verwertung
jeder Preisangabe auf einer umfassenden Arbeitsleistung zur Kenntnis
der Preisbedingungen. Jeder Preis oder Preiskomplex ist
wieder seinerseits zu denken auf einer langen Skala, deren
höchsten Punkt die Summe aller verteuernden, deren niedrigsten
die Summe aller verbilligenden Momente bezeichnet. Diese Preisbedingungen
liegen teils in den einzelnen Preisobjekten selbst,
ihrer Natur, Herkunft, den Transportschwierigkeiten usw., teils
in der endlosen Verästelung ökonomisch-psychologischer Momente,
individueller und Massenstimmung in Angebot und Nachfrage.
Hätten wir eine vollständige Einsicht in diese Dinge, so würden
theoretisch alle noch so verschiedenartigen Preise für denselben
Gegenstand oder gleiche Komplexe von Gütern auf eine Normalgröße
zurückgeführt werden können, in der die verbilligenden
und verteuernden Momente sich die Wage halten würden. Dieser
idealen Größe müssen wir in den Durchschnitten so nahe wie
möglich zu kommen suchen. Aber auch hier ist die Feststellung
dieses Durchschnittes nur die eine Hälfte der Aufgabe; auch
hier muß zur Ergänzung und Korrektur des Durchschnittes die
Anschauung hinzutreten. Die aber kann nur durch eine Skala
vermittelt werden, in der, wenn möglich, der Einfluß der typischen
Preisbedingungen (Großstadt, Schutzzoll usw.), vor allen Dingen
aber der Grad des Schwankens oder Konstantbleibens des betreffenden
Preises zur Erscheinung käme. Auch hier müßte man
auf Arbeiten zur Lokalgeschichte aufbauen.
Das Ganze läßt sich mit Leichtigkeit übersichtlich tabellarisch