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Als Hauptquelle der durch die laufenden Geschäfte zu verdienenden
Provisionen garantiert es eine bescheidene Minimaldividende.
Die in diesem Abschnitt dargebotenen Zahlen leiden allerdings an einem
Mangel. Nicht alle Institute können sich dazu verstehen, die gedeckten
Vorschüsse mit Darlehenscharakter von den Kontokorrentguthaben zu
trennen. So ist wohl die Summe für die Darlehen etwas zu klein, weil, wo
sie nicht ausgeschieden ist, die Gesamtsumme unter Kontokorrentdebitoren
figuriert.
Noch unvollständiger ist die Angabe der ungedeckten Kontokorrent-
Debitoren. Nicht alle Banken scheiden die Blankokredite von den gedeckten,
so dass die angeführte Summe der ungedeckten Kredite nur die ausge
wiesenen, nicht überhaupt die erteilten angibt. Die mit diesen Vorbehalten zu
lesenden Zahlen finden sich in Zusammenstellung 1 der Tabelle VI (S. 111).
Die Tabelle zeigt mit Ausnahme der Untergruppe I für alle andern
Gruppen einen bedeutend höhern Stand der Kontokorrent-Debitoren auf
Ende 1911 als auf Ende 1906. Einen etwas unregelmässigen Verlauf zeigt
einzig Gruppe III.
Bei ihr betragen die Kontokorrent-Debitoren auf 31. Dezember (in
1000 Franken):
1908 279,197
1909 246,906
1910 268,477
1911 262,026
Doch lässt sich das zur Hauptsache erklären durch Verschiebungen
einzelner grosser Institute innerhalb der Gruppen. So erscheint z. B. 1909
die Aargauische Creditanstalt mit 16,69 Millionen Franken Kontokorrent
debitoren-Geldern erstmals in Gruppe IV, statt wie bis anhin in Gruppe III,
und ausserdem verschwindet mit 1908 aus der Gruppe III noch die Bank
für Appenzell A.-Rh. in Herisau, infolge Fusion mit dem Schweiz. Bank
verein. Der Rückgang von 1910 auf 1911 wird durch den Übergang der
Creditanstalt St. Gallen zu Gruppe IV allein genügend erklärt, beträgt
doch ihr Kontokorrent-Debitorenbestand auf Ende 1910 13,88 Millionen
Franken.
Banken, bei denen die Kontokorrent-Debitoren und sonstigen Darlehen
auf feste Termine (ohne Lombards und Reports) mehr als 50% sämtlicher
Aktiven ausmachen, sind in
j. , - —
Gruppe I . .
14 Institute
hH
. . 15
„ III . .
. . 25
„ IV . .
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