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Erwin Respondek,
von denen die Societe Generale die schwächste Position aufweist. Die
Erschöpfung dieser letzten Bank geht auch aus dem gesunkenen Wechsel-
bestande des Jahres 1915 hervor, in dem die beiden anderen Banken
eine Steigerung zu verzeichnen haben, die zum überwk genden Teil auf
den Ankauf von Nat. Verteidigungs-Wechseln zurückzuführen ist. Der
Ankauf jener Schatzwechsel, der durchgehends von den gekräftigten
Banken vorgenommen wird, steht im guten Einklang mit den Forde
rungen der erhöhten Liquidität und ist in der krisenreichen Kriegszeit
eines der sichersten Geschäfte. Ja, die durch den Krieg bewirkte Still
legung großer Teile der von den Banken bisher betriebenen Transaktionen,
so die Emission von Anleihen und Aktien, Wechselpensionsgeschäfte,
Akzeptgeschäfte, Lombard, Report und andere Anlagemöglichkeiten hat
den Lauf des noch vorhandenen Kapitalstromes zu den Schatzwechseln
von selbst hingedrängt. Daher rührt auch die Erhöhung der Wechsel
portefeuilles trotz passiver Haltung der Handels- und Industrieunter
nehmen, bzw. der Zurückhaltung auf Seiten der Kreditbanken. Im be
dingten Zusammenhänge mit den Wechseldiskontierungen stehen auch
die Bestände an baren Geldmitteln und Bankguthaben. Beide zählen zu
den flüssigsten Mitteln der Banken und können nicht Voneinander ge
schieden betrachtet werden. Für die gleichen Termine und Bankin
stitute sind die Ziffern für den Bar- und Bankguthabenbestand wie
folgt (in Mill. Eres.):
Bar- und Bankguthaben in den letzten 4 Jahren.
Bankinstitut
1912
1913
1914
1915
Credit Lyonnais
Soci6t6 Generale
Comptoir National
193,°°
159,0°
125,00
174,00
*73,0°
124,00
721,00
102,00
386,00
589,00
120,00
289,00
477,00
471,00
1209,00
998,00
Auf die bemerkenswerte Stärkung der Kassenbestände 1914,
die auf weit mehr als den doppelten Betrag der vorangegangenen
Friedensjahre gebracht wurden, folgte dann nach der allgemeinen Be
ruhigung unter den Kunden eine immerhin beträchtliche Verkleinerung.
Die Differenz wird wohl zum großen Teil zur Anlage in kurzfristigen
Schatzwechseln der französischen Regierung verwandt worden sein.
Während des laufenden Jahres 1916 scheinen die Banken in diesem
Streben stetig vorwärts zu schreiten. So zeigt das Comptoir National am:
31. Januar 1916 einen Wechselbestand von 719,00 Mill. Pros.
29. Februar 1916 „ „ „ 758,00 „ „
3r. März 1916 „ „ „ 784,00 „ „
31. August 1916 „ „ „ 850,00 „ „
und auch der Bestand des Credit Lyonnais weist eine steigende Rich
tung auf;