Frankreichs Bank- und Finanzwirtschaft.
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1915: 8525,00 Mül. Frcs. ausmachte und von dem für die Kriegskosten
5926,00 Mill. Frcs. zunächst abgezweigt worden sind. Erst am 3. Juni
1915, anläßlich einer Kreditforderung von 5939,00 Mill. Frcs. für die
Periode 1. Juli bis 30. September 1915, von denen dem Kriegsminister
rund 4123,00 Mill. Frcs. zugeteilt wurden, entwarf der Finanzminister
einen klaren Plan der bisherigen Kriegsausgaben, deren wesentlichsten
Posten hervorgehoben und in die nachstehende Tabelle eingesetzt
sind. Sie geben Aufschluß über die Kosten für die Armee, die Zinsenlasten,
Unterstützungen, sozialen Hilfsgelder usf. seit Kriegsbeginn bis
zum 30. September 1915.
Kriegslasten seit 1. August 1914 bis 30. September 1915 (in Mill. Frcs.).
Zeitpunkt
Kriegskosten
Staatsschuld
Unterstützungen
Ernährung
der Zivilbevölkerung
Zivilver
Gesamtausgabe
1. Aug. bis 31. Dezbr.
1914
I. Jan-biS30.Sept.I9l5
5 815,32
10 422,69
59,72
1367,53
403,54
1913,27
20,00
166,80
178,80
1745,32
6 479,38
15 615,41
1. Aug. 1914 bis
30. Sept. 1915 . •
16 238,01
1427,25
2318,81
186,80
1924,12
22 094,79
Faßt man die vielen zahlenmäßig belegten Angaben des Finanzministers
in einen Sammelposten zusammen, etwa unter dem Namen
„Gesamtausgaben aller Art militärischer und ziviler Natur", so ergibt
dies für einen jeden Monat eine Kriegslast von:
Innerhalb der Zeit von:
x. August bis 31. Dezember 1914 . . . 1340,00, 5 Mon. = 6 700,00 Mill. Frcs.
1. Januar bis 31. Juli 1915 1665,00, 7 „ = 11 655,00 „ „
1. August bis 30. September 1915 . . 1870,00, 2 „ = 3 74°,00 „ „
14 Mon. = 22 095,00 Mill. Frcs.
Es ist aus dieser Zusammenfassung ersichtlich, daß die Ausgaben
für die Kosten des Krieges keine konstanten Größen sind. Sie wachsen
vielmehr von Monat zu Monat. Und es ist auch nicht schwer vorauszusagen,
daß sie weiter steigen und noch höhere Ziffern erreichen müssen.
Denn die Ursachen für die schnelle Steigerung der Kriegslasten in den
einzelnen Monaten sind auf mannigfache Umstände zurückzuführen, die
nicht kleiner, sondern größer werden. Zunächst erfahren die Effektivbestände
der Armee durch die lange Dauer des Krieges eine beträchtliche
Vermehrung. Ausrüstungen, Erneuerungen, die zum Artilleriekampf
notwendigen großen Mengen von Munition ■—■ so erforderte die Herstellung
von Kanonen, Maschinengewehren, Gewehren, Munition für
die Zeit vom 1. August 1914 bis 30. September 1915 gegen 3067,00 Mill.
Frcs. —, dann die Dardanellenexpedition, die Unterstützungen der Familien,
deren Ernährer im Felde stehen und der zahlreichen Flüchtlinge
aus Nordfrankreich und Belgien, die Vorschüsse an die Alliierten und