Frankreichs Bank- und Finanzwirtschaft.
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Für Schlafgelder, Quartiergelder bei Einwohnern, Einrichtungen
usw 13)7° Mill. Frcs.
„ Feldlager für die Kolonialtruppen 11,50 „ „
„ Kasernen und andere militärische Bauten . . . 4,50 „ „
„ Viehfutter 20,70 „ „
„ Nahrung für die Armee 35,20 „ „
„ Materialien der Genietruppen 43,80 „ „
„ Pferdeankauf 62,20 „ „
„ Heizung und Beleuchtung 8,80 „ „
„ Zuschüsse zur Pulverfabrikation 44.00 „ „
und weitere Bedürfnisse, wobei wohl beachtet sein muß, daß diese Summen
für 3 Monate berechnet sind. In der Übersichtstabelle sind die weiteren
Ausgaben für den öffentlichen Schuldendienst, soziale Ausgaben, in ihrer
Gesamtziffer eingefügt und sollen hier näher nicht betrachtet werden.
Nur noch ein Vergleich mit absoluten Zahlen möge durchgeführt sein,
der einen Begriff von der Steigerung der Kriegslasten gibt. Die Gesamtausgaben
für das Jahr 1915 betragen rund 22 Milliarden Frcs.,
während das erste Semester des laufenden Jahres allein schon 16,5 Milliarden
Frcs. beansprucht, wobei mögliche nachträgliche Zuschüsse nicht
in Rechnung gestellt sind, die das Bild noch ungünstiger beeinflussen
dürften. Es besteht die Wahrscheinlichkeit einer Fortführung des
Krieges bis zum Ende des Jahres 1916. Nimmt man an, daß die Ausgaben
konstant bleiben, so erreichen sie am 31. Dezember 1916 schon
die gewaltige Höhe von 33 Milliarden Frcs. und damit im Vergleich
zum Vorjahre eine Steigerung von n Milliarden Frcs.
Im Mai forderte R i b o t von der Kammer weitere provisorische
Kredite für das dritte Quartal des laufenden Budgetjahres: 7891 Mill.
Frcs. im allgemeinen und 619 Mill. Frcs. im außerordentlichen Budget.
Damit erreichen die seit Kriegsausbruch bewilligten Kredite rund 52,5
Milliarden Frcs., die sich durch die fünf Zwölftel des Budgetjahres 1914
auf etwa 54,5 Milliarden Frcs. erhöhen. Wiederum sind es die militärischen
Anforderungen, die im dritten Quartal eine beträchtliche
Steigerung zu verzeichnen haben, nämlich 131,6 Mill. Frcs. gegenüber
dem zweiten Quartal. Demnach ist ihre absolute Höhe 6464,6 Mill.
Frcs. Damit steigen auch die monatlichen Kriegslasten, die von durchschnittlich
1400 Mill. Frcs. für 1914 über 1800 bis 1900 Mill. Frcs. für
1915 auf über 2600 Mill. Frcs. für 1916 anwuchsen. Der Finanzminister
legte sich in seinem Expos6 über die künftige Gestaltung der Ausgaben
die größte Zurückhaltung auf, die durchaus verständlich ist. Aus
seinen mit bemerkenswerter Sachlichkeit vorgetragenen Angaben über
die Erfolge des Schatzscheinverkaufs und der ausländischen Kredit--operationen
ist zu entnehmen, daß beide weit davon entfernt sind, Zufriedenheit
und den Wunsch auszulösen, daß es in den gleichen Bahnen
nur so weiter gehen möge. Aus dem Schatzwechselverkauf wurden
vom 31. Dezember 1915 mit 3057 Mill. Frcs. bis Mitte Mai mit 10 020
Mill. Frcs. gegen 6963 Mill. Frcs. erzielt. Der Absatz von fünfjährigen
National-Verteidigungs-Obligationen, der für längere Zeit überhaupt