Full text : Frankreichs Bank- und Finanzwirtschaft im Kriege

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Erwin  Respondek,

1870  war  das  Notenemissionsrecht  auf  1800  Mill.  Frcs.  begrenzt  und
erlangte  19x6  als  vorläufige  Grenze  18  000  Mill.  Frcs.,  d.  h.  eine  Steigerung ­
  von  16  200  Mill.  Frcs.  in  45  Jahren.  Die  Notenemission  weist
in  der  gleichen  Epoche  eine  Zunahme  von  rund  14  700  Mill.  Frcs.  auf.
Diese  gewaltige  Steigerung  von  Notenkontingent  und  Notenumlauf
wird  in  ausschlaggebender  Weise  durch  die  heutigen  Kriegserfordernisse
hervorgerufen.  Es  fallen  im  Notenkontingent  auf  das  Plus  von  16  200
Mill.  Frcs.  allein  11  200  Mill.  Frcs.  in  die  Kriegszeit  1914/16,  d.  h.  69  %
der  Gesamtzunahme,  und  auf  die  Notenumlaufsziffer  in  der  heutigen
Zeit  etwa  10  000  Mill.  oder  63  %  der  gesamten  Notenvermehrung.
Jene  bedeutende  Einwirkung  des  Krieges  auf  den  Notenumlauf
kommt  noch  klarer  zum  Vorschein  bei  einer  Darlegung  seiner  Minimalund
  Maximalziffern  innerhalb  der  Kriegsperiode.  Einem  Minimalnotenumlauf ­
  von  5743  Mill.  Frcs.  am  26.  März  1914  stand  ein  Maximalnotenumlauf ­
  am  24.  Dezember  von  10  042,9  Mill.  Frcs.  gegenüber 1 ).
Und  schon  nach  Verlauf  eines  Kriegs)  ahres  wies  der  Notenumlauf
eine  Steigerung  von  6,6  Milliarden  Frcs.  auf.  Er  bertrug  am:
24.  Juli  19x4  5  911,0  Mill.  Frcs.
22.  Juli  1915  .  .  .  ....  12  5x2,8  „  „
d.  h.  eine  Zunahme  von  .  .  6  601,8  Mül.  Frcs.
Nach  Ablauf  des  zweiten  Kriegsjahres;
22.  Juli  1915  12  512,8  Mill.  Frcs.
27.  Juli  rgx6  .  .  .  ■  ■  16  090,0  „  „
ein  Plus  von  3  577,2  Mill.  Frcs.
also  weit  mehr  als  die  Hälfte  der  Notenzunahme  innerhalb  des  ersten
Kriegsjahres.  Im  Vergleiche  zum
24.  Juli  1914  5  911,0  Mill.  Frcs.
27.  Juli  1916  16  090,0  „  „
eine  Vermehrung  von  .  10  179,0  Mill.  Frcs.
Eine  derartige  Mehrausgabe  von  Noten,  die  vornehmlich  zum  Zwecke
der  Kriegführung  allmählich  aber  fortschreitend  diese  Unsumme  von
neuen  Zahlungsmitteln  schuf,  erscheint  zunächst  als  eine  Inflation.
Sie  kann  leicht  zu  einer  Entwertung  des  Geldes  führen  und  damit  zu
einer  allgemeinen  Steigerung  der  Preise.  Ein  gewisser  Ausgleich  war
9  Von  den  in  Höhe  von  10  048  Mill.  Frcs.  1914  und  13  221  Mill.  Frcs.  1915  zirkuliarenden
  Noten  entfielen  auf:

1914

1915

Stück

Stück

Noten

ZU

IOOO

Frcs.  .  .

.  .  2  518  075

2  805  016

»

ft

500

ft  •  •

•  •  929  329

1  062  8or

ff

tt

IOO

ff  *  *

.  .  41  826  143

55  287  137

»

tt

50

ft  *  *

■  •  33  769  898

45  777  707

yy

tt

25

ff  •  •

.  .  14  974

15  155

tt

ff

20

ff  •  *

.  .  40  175  250

67  449  389

ft

ff

5

.  .  78  034  334

143  609  487

Geschäftsbericht  der  Bank  von  Frankreich  19x4,  S.  21,  1915,  S.  50.
            
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