Frankreichs Bank- und Finanzwirtschaft. gj
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mal eine unverkennbare Verschlechterung während der ganzen Kriegs
dauer.
An den ersten der gewählten vier Ausweistagen war die Deckung
durch Gruppe I:
Am 24. Juli 1914 . . 65,4 %
„ 29. Juli 1915 . . 35,5%.
Die immerhin merkliche Steigerung am 30. Dezember auf 41,2 %
ist eine Folge der vorangegangenen Goldanhäufungs-Propaganda und
daher nicht etwa als Sympton einer dauernden Verbesserung aufzufassen.
Der Rückschlag blieb nicht aus, und die Deckung war bald, am 3. August
1916, auf 30,5 % gesunken.
Die gleiche Bewegung zeigen die Deckungsziffern der Gruppen I
und II. Sie waren am
24- Juli 1914 .... 96,9 %
29. Juli 1915 .... 55,4%
30. Dezember 1915. . 63,0%
3. August 1916 . . 47,3 %
Stehen alle drei Gruppen den Verbindlichkeiten gegenüber, so
halten sich beide das Gleichgewicht.
Die Bank von Frankreich ist reine Kriegsbank. Allein ihre Aufgabe
besteht keineswegs nur in der Finanz- und Kreditpolitik. Auch die
Währungspolitik liegt in dem Kreise ihrer Aufgaben als Zentral
notenbank. Wenn die Kaufkraft des Franken im Innern und am Welt
märkte erschüttert wird, entstehen für den Handel Schwierigkeiten
und Verluste. Hier gilt es also, die nationale Wirtschaft als Ganzes
vor sich selbst und gegen das Ausland zu schützen.
Mit der Notenbank ist das Wort „Währung“ untrennbar verbunden,
und wenn über ihre wichtigsten und grundlegenden Arbeiten geschrieben
wird, so tritt es immer wieder hervor: „Die Währung ist von ihr aufrecht
zu halten“, „Währung ist ihre höchste und schwerste Aufgabe“ u. a. m.
Auch auf dem Gebiete der Währung bringt der Krieg innerhalb
der eigenen Grenzen eines jeden Staates und im Verkehr mit den anderen
Ländern tiefgreifende Änderungen hervor. Es ist einerseits eine allseitige
und rasche Steigerung der Güterpreise im Inlande zu beobachten und
dann eine Steigerung der ausländischen Zahlungsmittel, Wechsel und
Schecks im Innern, der auf der anderen Seite ein Sinken der heimischen
Zahlungsmittel im Auslande entspricht. Diese beiden Erscheinungen,
die für die einzelnen Staaten verschieden intensiv auftreten, deren
ursächlichen Gründe aber im Prinzip doch die gleichen sind, wirken auch
in Frankreich, obwohl es in den ersten Kriegsmonaten ihre volle Wirk
samkeit noch nicht zu fühlen bekam.
Das Problem der Preissteigerung im Innern des Landes
findet seine Lösung in der Analyse zweier Faktoren: einmal in den Ver
schiebungen in der Produktion und Konsumtion und dann in der Noten
emission.