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starken Schtvankungen des Beschäftigungsgrades ausgesetzt sind,
ein Gedeihen des genossenschaftlichen Betriebes ausgeschlossen ist.
In dem durch die Natur der Sache gezogenen engen Rahmen
können die Genossenschaften Erfreuliches für ihre Mitglieder leisten
und die Löhne über dem sonst üblichen Niveau halten. Nicht gering
darf eingeschätzt werden, was sie jenseits der materiellen Hilfeleistung
an Erziehungsarbeit leisten. Sie bieten tüchtigen Elementen
aus dem Arbeiterstand die Möglichkeit des Aufstiegs
zu höheren leitenden Posten; sie erziehen die Mitglieder zur
Solidarität und bilden ein vermittelndes Glied zwischen dem Atom
des einzelnen Heimarbeiters und der großen Gemeinschaft Volk.
VI. Die KeKämpsung der Arbeitslosigkeit
und ihrer Folgen.
1. Die Arbeitslosenfürsorge.
Die Lage der Konstktion, insbesondere in Berlin, war schon in
den letzten Jahren vor Ausbruch des Krieges wenig erfreulich; auch
aus anderen Hausgewerben wurde von schleppendem Geschäftsgang
berichtet. Der Krieg veranlaßte hier wie überall eine schwere plötzliche
Krise; viele Tausende sieißiger Arbeiterinnen sahen sich plötzlich
vor dem Nichts und das ju einer Zeit, wo, wenigstens in der Konfektion,
die Hauptarbeit nach Wochen- oder monatelangcm Feiern
einsetzen sollte. Charakteristisch für die Panik jener ersten Kriegswochen
war es, daß manche Arbeitgeber die schon angefangene Arbeit
aus den Häusern der Heimarbeiter abholen ließen! Und doch
trug die Not des Krieges ihre Heilmittel in sich; das Wort: „Der
Krieg ernährt den Krieg", bewahrheitete sich alsbald in einem
Maße, wie man es in jenen ersten, bei aller Größe unendlich schweren
Augustwochen nicht zu hoffen gewagt hätte.
Allerdings konnten sich nicht alle Zweige des Hausgewerbes
auf den Heevcsbcdarf umstellen, nnd auch die Wiederbelebung des