Full text : Die Heimarbeit im Kriege

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toffcln,  lauter  mittelbar  oder  unmittelbar  mit  dem  Krieg  zusammenhängenden ­
  Industrien,  der  Bedarf  an  Arbeitern  mittel,  in  allen
anderen  Hausgewerben  aber  gering  ist.  Ganz  allgemein  sind  —
für  Gegenwart  und  Zukunft  —  die  Aussichten  bei  der  starken
Ueberfüllung  des  ArbeitsmaMes  in  fast  allen  Hausindustrien  ungünstig, ­
  und  das  starke  Ueberangebot  an  Arbeitern  mahnt  zu  äußerster ­
  Vorsicht  mit  der  Zuführung  neuer  Kräfte.
Im  übrigen  sind  die  verschiedenen  Gewerbe  in  ihrer  Eignung
fiir  Kriegsbeschädigte  sehr  verschieden  zu  beurteilen.
Grundsätzlich  müssen  die  Kriegsbeschädigten  den  Hausgelverben ­
  fern  gehalten  werden,  die  in:  Niedergang  begriffen
oder  von  vornherein  zur  Aussichtslosigkeit  verurteilt  sind,  sei  es
wegen  ihrer  technischen  Rückständigkeit,  sei  es  wegen  des  auf  niedersten ­
  Löhnen  aufgebauten  Wettbewerbs  des  Auslandes  oder  ungelernter ­
  Frauen-  und  Kinderarbeit.
Solche  Gewerbe  sind  z.  B.  die  Hausweberei,  gewisse  Zweige
ber  Papier-  und  Spielwarenindustrie,  die  Seidenzucht.  (Siehe
Seite  126.)
Mit  Recht  warnt  der  sächsische  Heimatdank  bei  den  geringen
Beschäftigungsaussichten  davor,  die  kunstgewerbliche  Arbeit,  die
in  manchen  Lazaretten  im  Dienst  der  Heilbehandlung  gelehrt  wird,
als  Erwerbsquelle  zu  betrachten;  er  hält  vielmehr  ein  Zurückgreifen ­
  auf  geringwertigere,  maschinenmäßigere  Heimarbeit  für
notwendig.  Dabei  wird  man  allerdings  Vorsicht  gegenüber  den
leichten,  ungelernten  Hausindustrien  walten  lassen  müssen,  die
zwar  auch  sehr  erheblich  herabgesetzten  Arbeitskräften  noch  Beschäftigungsmöglichkeiten
  bieten,  aber  dafür  nur  wenige  Pfennige  Stundenverdienst ­
  bieten,  wie  die  Knopf-  und  Spielwarenindustrie,  die
Herstellung  künstlicher  Blumen  usw.  Auch  die  Korbmacherei  und
'Dtuhlflechterei,  die  für  Blinde  geeignet  sind,  gehören  zu  dieser!
schlecht  entlohnten  Gewerben.
Arlf  Grund  einer  Umfrage  bei  sächsischen  Industriellen  weist
der  Heinratdank  darauf  hin,  daß  sich  aus  den  Fabrikbetrieben  gewisse ­
  Teilarbeiten  aussondern  lassen;  es  handelt  sich  dabei  um
die  Massenbearbeitung  kleiner  Holz-  und  Metallgegenstände  (Schrauben, ­
  Gewehrteile,  Nähmaschinenschisichen  usw.)  und  um  das  Kali-
            
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