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•2500 M., die Beiträge 1550 Ni. In diesem Falle machte die
Kasse ein gutes Geschäft, aber die Mehrzahl der Hausgewerbtreibenden
lvar unterversichert?)
Je höher der Ortslohn, je höher also die Beiträge tvaren, um
so ungünstiger gestalteten sich bei niedrig entlohnten Hausgewerbtreibenden
die B a r l e i st n n g e n ! Eine Berechnungsart, wie sie
widersinniger nicht gedacht werden kann! Bei nur nebenher beschäftigten
^Hmlsgewerbtreibenden kann das Krankengeld zu Sähen
herabsinken, die überhaupt keine Verrechnung mehr lohnen; so erhielt
eine Arbeiterin in Schönebcrg bei 42 Pfennigen Wochenbeitrag
11 Pfennige Krankengeld; in Berlin gelangte das fürstliche
Krankengeld von 8 Pfennigen zur Auszahlung!
8. Für die Kaffen erwuchs durch dies vertvickelte Abrechnungsverfahren
eine außerordentliche Belastung, die noch vermehrt wurde
durch die Verrechnung m i t anderen Kasse n, da die
Zuschüsse der Auftraggeber nicht an die Kasse entrichtet wurden, zu
der der Versicherte gehörte, sondern zunächst an die Kasse gingen,
die für den Betriebssitz des Auftraggebers zuständig war, und von
dieser der wirklich zuständigen Kasse übermittelt tvurdeu. So hatte
die Allgemeine Ortskrankenkasse der Stadt Berlin mit dem ganzen
Osten der preußischen Monarchie und zahlreichen anderen Orten
zu hm, wobei sich Versendungen von 8, 17, 18, 23 Pfennigen
usw. nötig machten!')
So sehr deshalb die Aufhebung der reichsgesetzlichen hausgeweMichen
Krankenversicherung eine empfindliche Lücke in die Versorgung
der Hausgewerbtreibenden riß, so wenig sehnte man sich
— und das galt für alle Beteiligten: Kassen, Auftraggeber und
x ) siehe „Soziale Praxis" 14. Jahrgang Sp. 973.
2 ) Ein umfangreiches Material zn diesen Mißständen erbrachte eine
von der- Austunftsstelle für Höimarbeitreform am 20. Juni 1914 veranstaltete
Konferenz, die vom Roichsamt des Innern, dem Reichsversicherungsamt,
städtischen Behörden und Bersichevungsämtern, Krankenkassen,
Vertretern von Arbeitgebern und Arbeitnehmern itnd sachverständigen
Einzelpersonen 'beschickt wa'r; ein Anszrig des Protokolls ist im Selbstverlag
der Anskunftftelle erschienen.