Full text : Hundert Jahre J.P. Bachem, Buchdruckerei, Verlagsbuchhandlung, Zeitungsverlag

J

Am  31.  Oktober  1898  hatte  der  Verlag  der  KV  einen  Preis  von  500  M.  ausgesetzt ­
  für  ein  Zentrumslied,  das  sein  sollte  „ein  Nachklang  der  Kämpfe
und  Siege,  die  hinter  uns  liegen,  und  zugleich  ein  Gelöbnis,  die  Einigkeit
und  ideale  Gesinnung  zu  bewahren,  welche  das  Geheimnis  unserer  Kraft
bilden“.  Unter  den  tausend  eingelaufenen  Liedern  erhielten  Gymnasialoberlehrer ­
  Dr.  Th.  M.  Kummer  in  Schalke  i.  W.  und  Volksschullehrer
Fr.  Brücker  in  Krefeld  Preise  von  300  und  200  M.

Am  26.  Juli  1899  erschien  zum  erstenmal  der  Abteilungskopf  „Aus
der  Frauenwelt“.  Infolge  der  durch  die  Kriegswirtschaftsstelle  für
das  deutsche  Zeitungsgewerbe  in  Berlin  getroffenen  starken  Papierbeschränkung ­
  im  Verlaufe  des  Weltkrieges  hat  diese  Abteilung  der
Zeitung  wie  manche  andere  sehr  eingeschränkt  werden  müssen.
Als  erste  unter  den  deutschen  Tagesblättern  hat  die  KV  seit  dem
1.  Oktober  1906  eine  besondere  Bibliothek-Ausgabe  aut  holzfreiem,
also  haltbarem  Papier  hergestellt,  die  ausschließlich  an  Bibliotheken  zur
dauernden  Aufbewahrung  der  Zeitung  als  Geschichtsquelle  für  die
kommenden  Zeiten  geliefert  wird.
Am  50.  Geburtstag  der  KV  gestaltete  der  Verlag  die  Nr.  261  vom
1.  April  1910  zu  einer  69  Seiten  umfassenden  „Jubiläums-Festnummer“,
in  der  Fragen  der  Politik,  der  Wissenschaft,  Kunst  und  Technik,  der
religiösen  und  sozialen  Tätigkeit,  der  Geschichte,  Standes-  und  Berufsfragen, ­
  Wirtschaftliches  und  Unterhaltendes,  in  erster  Linie  von  den  bewährten ­
  Mitarbeitern  der  KV  behandelt  wurden.  Die  Nummer  hat  dadurch ­
  einen  über  das  Tagesinteresse  weit  hinausreichenden  bleibenden
Wert  erlangt.  Sie  enthielt  Beiträge  von:  Dr.  P.  J.  M.  Aalberse  in  Leiden
(Holland),  Oberbürgermeister  Dr.  Antoni  in  Fulda,  Justizrat  Dr.  Julius
Bachem  in  Köln,  JustizratSDr.  Karl  Bachem  in  Köln,  Hauptschriftleiter
Gg.  Baumberger  in  Zürich,  Bürgermeister  Gust.  Biesenbach  in  Rheinbreitbach, ­
  P.  Mich.  Bihl  0.  F.  M.  in  Quaracchi  bei  Florenz,  Franziska  Bram
in  Coblenz,  Hedw.  Dransfeld  in  Werl,  Dr.  Otto  Dresemann  in  Köln,,
P.  Franz  Ehrle  S.  J.  in  Rom,  Univ.-Prof.  Dr.  Jos.  Felten  in  Bonn,
Christ.  Fülles  in  Köln,  Joh.  Giesberts,  M.  d.  R.,  in  M.Gladbach,  Elisabeth
Gnauck-Kühne  in  Blankenburg,  Schriftsteller  Georges  Goyau  in  Paris,
Landgerichtsdirektor  A.  Gröber,  M.  d.  R.,  in  Heilbronn,  Dr.  P.  Hartmann
von  An  der  Lan-Hochbrunn  0.  F.  M.  in  München,  Kgl.  Baurat  F.  C.  Heimann
in  Köln,  Bischof  A.  Henninghaus,  Ap.  Vikar  von  Süd-Schantung,  M.  Herbert
in  Regensburg,  Dombaumeister  B.  Hertel  in  Köln,  Geh.  Rat  Univ.-Prof.
Dr.  Gg.  Frhr.  von  Hertling  in  München,  Geh,  Hofrat  Ernst  von  Hesse-Wartegg
  in  Luzern,  Geh.  Sanitätsrat  Prof.  Dr.  Hopmann  in  Köln,  Prälat
            
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