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Aus der großen Fülle drahtlicher und brieflicher Glückwünsche,
die zu dem Festakt einliefen, seien folgende hier wiedergegeben:
ReichskanzlerGrafvonHertling: Zu dem heutigen Jubiläum
Ihres allseits geschätzten Verlags, mit dem ich selbst vor Jahren in Verbin
dung gestanden bin, spreche ich Ihnen meine herzlichsten Glückwünsche aus.
Erster Generalquartiermeister General Ludendorff: Zur Feier des
hundertjährigen Bestehens Ihres Verlages spreche ich Ihnen in des Gene-
ralfeldmarschalls von Hindenburg und meinem Namen herzlichen
Glückwunsch aus. Die im Westheer weit verbreitete Kölnische Volks
zeitung hat den Geist stolzer Siegeszuversicht gepflegt. Sie verdient
hierfür dankbare Anerkennung.
Chef des Admiralstabes von Holtzendorff: Dem Verlage der Köl
nischen Volkszeitung, der energischen Vorkämpferin deutscher Seegeltung
und kraftvoller Seekriegsführung, warme Glückwünsche zum Jubeltage.
Möge seinem hochverdienstlichen vaterländischen Wirken auch in Zukunft
voller Erfolg beschieden sein.
Admiral von Capelle, Staatssekretär des Reichsmarineamts: ln
voller Würdigung und Anerkennung der im Frieden und Krieg gleich
bewährten vaterländischen Haltung spreche ich zur Jubelfeier des hun
dertjährigen Bestehens meinen aufrichtigen Glückwunsch aus. Möge
das Verständnis für Deutschlands Seeinteressen auch fernerhin von der
Kölnischen Volkszeitung in weiten Kreisen unseres Volkes gefördert und
vertieft werden. Ich möchte nicht unterlassen, am Jubeltage der hoch
herzigen Spende zu gedenken, mit der die Zeitung unseren U-Bootsbesat-
zungen ihr werktätiges Interesse bekundet hat.
Großadmiral vonTirpitz: Der Jubeltag Ihres Verlages gibt mir
Veranlassung zu einem aufrichtigen Glückwunsch. Ich habe das kräftige
und unbeirrte Eintreten der Kölnischen Volkszeitung für die Entwicklung
unserer Seeinteressen stets mit besonderer Dankbarkeit empfunden und,
nachdem uns der Kampf für die Erhaltung des Deutschtums aufgezwungen
worden war, es als Zeugnis der gleichen vaterländischen Gesinnung be
grüßt, daß Ihr Blatt mit so erfreulicher Sicherheit und Entschiedenheit
die Fahne des Sieges hochgehalten und damit im deutschen Westen den
Willen zum Durchhalten bis zum glückhaften Ende erfolgreich gestärkt hat.
Kriegsminister v. Stein: Das Kriegsministerium möchte nicht ver
fehlen, der Schriftleitung der KV seine herzlichsten Glückwünsche und
seinen wärmsten Dank auszusprechen für die während der Kriegsjahre
>rn vaterländischen Interesse geleistete Arbeit. Vorbildlich und unermüd
lich ist die Schriftleitung bemüht gewesen, das Verständnis ihrer Leser
für die gewaltigen Aufgaben und die harten Notwendigkeiten des Welt
krieges anzuregen und den Willen zum Durchhalten bis zum siegreichen
Ende zu stählen. Das Gefühl der Zusammengehörigkeit zwischen dem
Volk in Waffen an der Front und dem arbeitenden Volk in der Heimat