Full text : Hundert Jahre J.P. Bachem, Buchdruckerei, Verlagsbuchhandlung, Zeitungsverlag

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kriege  Deutschland  anfing,  sich  vom  Drucke  zu  erholen,  den  korsische
Eroberungslust  jahrelang  auf  unser  Vaterland  gelegt  hatte.  Damals  legte
Johann  Peter  Bachem  den  Grundstein  zu  dem  stolzen  Bau,  der  heute  eine
Zierde  des  rheinischen  graphischen  Gewerbes  bildet.  Nur  wenige  Jahre
konnte  er  sich  dem  Aufbau  des  Hauses  widmen,  dann  übernahm  sein
Bruder  Lambert  Joseph  Franz  Bachem  die  Firma,  in  dessen  Familie  sie
nun  durch  drei  Generationen  einen  Aufschwung  erlebt  habt,  wie  nur
wenigen  beschieden  ist.  Hatte  Lambert  Joseph  Franz  Bachem,  seinen
Neigungen  folgend,  sich  mehr  der  Buchdruckerei  zugewendet  —  er  stellte
die  erste  Schnellpresse  in  Köln  auf  und  rief  schon  1824  die  Krankenkasse ­
  für  Buchdrucker  und  Schriftgießer  ins  Leben  —,  so  gab  der  Sohn
Joseph  Bachem  dem  Verlage  die  große  Bedeutung,  die  er  seither  einnimmt.
Sein  Bemühen  galt  neben  der  Hebung  der  katholischen  Belletristik,  die
er  durch  Herausgabe  vorbildlicher  Sammlungen  und  Einzelwerke  förderte,
und  der  Schaffung  eines  Verlags  allgemein  bildender  Bücher  für  Katholiken,
dem  Ausbau  der  von  ihm  1860  gegründeten  Kölnischen  Blätter,  die  heute
unter  dem  Namen  Kölnische  Volkszeitung  die  größte  katholische  Zeitung
Deutschlands  sind.  Ihr  reihten  sich  bald  eine  Reihe  anderer  Zeitungen
und  Zeitschriften  kirchlichen  und  pädagogischen  Inhalts  auf  gleicher
Religionsanschauung  an  und  kündeten  den  Namen  der  Firma  der  katholischen ­
  Welt  des  ganzen  Erdballs.  Die  Enkel  führen  die  Firma  im  Sinne
der  Voreltern  weiter.  Sie  mehrten  ihren  Ruhm,  indem  Sie  sich  an  die
katholische  Jugend  durch  Herausgabe  mustergültiger  Jugendschriften
wandten.
Der  Vorstand  des  Börsenvereins  der  Deutschen  Buchhändler  darf
deshalb  heute,  am  Jubeltage  der  Firma,  den  Inhabern  der  Firma  J.  P.  Bachem,
insbesondere  seinem  Mitglied  Herrn  Franz  Xaver  Bachem,  neben  seinen
herzlichsten  Glückwünschen  seine  Freude  und  Genugtuung  über  die  schier
unübersehbare  Summe  von  ersprießlicher  Arbeit  aussprechen,  die  während
des  verflossenen  Jahrhunderts  an  dieser  Pflanzstätte  deutschen  katholischen ­
  Geistes  geleistet  worden  ist.  Möge  die  Firma  weiter  blühen  und
gedeihen  zur  Freude  ihrer  Besitzer,  zum  Ruhme  des  Buchhandels  und
zum  Segen  unseres  geliebten  Vaterlandes!
Leipzig,  4.  Mai  1918.
Der  Vorstand  des  Börsenvereins  der  Deutschen  Buchhändler  zu  Leipzig.
Artur  Seemann,  Karl  Siegismund,  Paul  Schumann.
Der  Vorstand  des  Deutschen  Verlegervereins,  Leipzig:  Es
gereicht  dem  Unterzeichneten  Vorstande  zur  besonderen  Freude,  Ihnen
zu  dem  Tage,  an  dem  vor  hundert  Jahren  Ihre  Firma  gegründet  wurde,
die  herzlichsten  Glückwünsche  des  Deutschen  Verlegervereins  auszusprechen. ­

Das  hohe  Ansehen,  dessen  sich  Ihre  Firma  in  allen  Kreisen  erfreut,
und  die  große  Ausdehnung,  die  Ihr  Betrieb  in  dem  verflossenen  Jahrhundert ­
  genommen  hat,  lassen  uns  dem  Wunsche  Ausdruck  geben,  daß
            
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