Full text : Hundert Jahre J.P. Bachem, Buchdruckerei, Verlagsbuchhandlung, Zeitungsverlag

auch  in  Zukunft  Ihrem  Hause  eine  gedeihliche  Weiterentwicklung  beschieden
  sein  möchte,  zum  Segen  und  zur  Genugtuung  der  Besitzer  wie
zur  Ehre  des  Buchhandels.
Für  den  Kreisverein  der  Rheinisch-Westfälischen  Buchhändler ­
  M.  Röder:  Am  4.  Mai  rundet  sich  ein  Jahrhundert  seit  der
Gründung  Ihres  Geschäftes,  ein  denkwürdiger  Tag,  an  dem  Sie,  rückschauend, ­
  voll  Dankbarkeit  und  Stolz  der  Gründer  und  Vorfahren  und
Ihres  eigenen  Erfolges  gedenken  werden.  Wenn  heute  auch  der  Kreisverein ­
  mit  den  herzlichsten  Glückwünschen  zu  Ihnen  kommt,  so  liegt
dazu  noch  ein  ganz  besonderer  Grund  vor.  War  es  doch  Herr  L.  Bachem,
der,  in  der  Gründungsversammlung  des  Kreisvereins  am  3.  September  1843
zum  Vorsitz  berufen,  zwölf  Jahre  lang  an  erster  Stelle  stand  und  mit
sicherer  Hand  und  weitem  Blick  den  Verein  durch  die  Entwicklungsjahre
hindurch  meisterhaft  leitete.  Möge  ein  deutscher  Siegfriedfrieden,  würdig
all  der  schweren  Opfer,  uns  bald  beschieden  sein  und  unter  seinen
Segnungen  Ihrer  hochachtbaren,  altehrwürdigen  Firma  ein  weiteres
Blühen  und  Gedeihen  schenken.
Wie  der  Kreisverein  dankbar  seines  Mitbegründers  und  ersten  Vorsitzenden ­
  gedenkt,  so  bitten  wir  auch  Sie,  uns  die  alte  Treue  zu  bewahren.
Mit  treudeutschem  Glückauf  zur  fröhlichen  Fahrt  ins  neue  Jahrhundert!
Albert  Brockhaus,  in  Firma  F.  A.  Brockhaus  (Leipzig);  Als  am
4.  Mai  1818  Herr  Joh.  Peter  Bachem  seinen  Entschluß  ausführte,  auf  dem
Boden  seiner  Vaterstadt,  des  heiligen  Köln,  der  noch  erzitterte  von  den
Nachwirkungen  der  Revolutions-  und  Kriegszeiten,  eine  Verlagsbuchhandlung ­
  zu  begründen,  hatte  der  wagemutige,  tatkräftige  Mann  gewiß
voll  Gottvertrauen  alle  die  Schwierigkeiten  ins  Auge  gefaßt,  die  sich
seinem  Beginnen  in  den  Weg  türmen  sollten.  Aber  beseelt  von  dem
Streben,  dem  deutschen  Volke  und  auch  einem  höheren  weltumfassenden
Prinzip  zu  dienen,  und  erfüllt  von  nimmermüder  Schaffensfreude  gelang
es  ihm  und  den  Gliedern  seiner  Familie,  die  ihm  in  der  Leitung  nachfolgten, ­
  aus  bescheidenen  Anfängen  in  weitschauender  Umsicht  im  Laufe
der  Jahre  ein  stolzes  Haus  aufzuführen,  das  zu  einem  bedeutungsvollen
Glied  nicht  nur  des  deutschen  Buchhandels  und  der  deutschen  Presse,
sondern  auch  der  deutschen  Buchdruckerkunst  geworden  ist.
In  diesen  Tagen,  da  der  Weltkrieg  tobt  und  nicht  fern  vom  Rhein
erbitterte  Schlachten  gekämpft  werden,  ist  es  Ihnen  gegönnt,  den
hundertsten  Gedenktag  der  Gründung  Ihrer  Firma  zu  begehen.
Wenn  ich  meinem  Glückwunsch  einen  ganz  besonders  herzlichen
Ausdruck  verleihen  möchte,  so  geschieht  es,  weil  ich  seit  dem  Bestehen
Ihrer  Firma  die  Ehre  genieße,  Ihre  buchhändlerische  Vertretung
in  Leipzig  zu  besorgen,  aber  auch  weil  in  dieser  Zeit  unsere  Verbindung ­
  von  Verlag  zu  Verlag,  einschließlich  der  Kölnischen  Volkszeitung,
und  nicht  zuletzt  die  persönlichen  Beziehungen  der  Inhaber  unserer
Firmen  stets  die  angenehmsten  waren.
            
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