Full text : Der Antwerpener Hafen und die Pariser Wirtschaftskonferenz

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zufügen  würde,  lâBt  sich  nicht  leugnen, 16 )  Die  soeben  angeführten
  Zahlen  beweisen  es  sonnenklar.
Der  Emîuhrhandel,
Zur  Vervollstândigung  dieser  Untersuchung  bedari  es
einiger  Worte  über  den  Handel  des  Platzes  Antwerpen,  Seine
Bedeutung  hinsichllich  der  Schiffahrt  und  des  Verkehrs  wurde
bereits  ins  Licht  gestellt,  darauf  brauchen  wir  nicht  zurückzukommen.

Es  ist  sicher,  daB  Stôrungen  in  der  wirtschaftlichen  Ordnung
  unseres  Volkslebens  in  gleichem  MaBstabe  aul  seine  Be-1G

 )  Es  ist  sogar  von  einem  franzôsisch-belgischen  Zollverbande  die
Rede  gewesen.  Es  ist  zuweilen  nicht  ohne  Nutzen,  die  Geschichte  zu
durchblâttern,  wenn  man  die  Zukunft  ins  Auge  falit.  Die  Idee  eines
solchen  Verbandes  ist  nicht  neu,  sie  stand  1841  bereits  auf  dem  Programm.
Die  vom  belgischen  Parlament  ernannte  Untersuchungskommission  brachte
einen  ungünstigen  Bericht  darüber  ein.  Wir  entnehmen  demselben.
folgende  Stellen:
,,Belgien  empfindet  das  dringende  Bedürfnis,  sich  neue  Absatzgebiete
zu  verschaffen,  Sb  manches  Mal  hat  es  sich  betrogen  gesehen,  So  manches
Mal  haben  die  Handelsinteressen  des  Auslandes  indirekte  Wege  eingeschlagen,
  um  Belgien  irre  zu  führen  und  sein  Augenmerk  von  anderen
Mitteln,  sich  Quellen  des  Handelsaufschwungs  zu  schaffen,  abzulenken!
Es  ist  leicht,  eine  junge,  mit  den  Schlichcn  und  Enttâuschungen  der
Diplomatie  nicht  vertraute  Nation,  mit  frügerischen  Erwartungen  zu  nâhren.
Sie  mit  der  Hoffnung  auf  einen  Handelsverband  hinzuhalten,  ist  sicher  ein
ausgezeichnetes  Mittel,  um  ihre  Anstrengungen  zu  lâhmen,  um  ihren  Drang
nach  Handels-  und  Schiffahrtsunternehmungen  niederzuhalten  und  um  der
Ausbreitung  ihres  Handels  und  ihrer  Industrie  Hindernisse  in  den  Weg
zu  legen,"
,,Das  Gleichgewicht  Europas  erheischt,  da(3  Belgien  niemals  mit
Frankreich  vereinigt  wird,  Letztere  Macht  übt  Druck  genug  auf  die  benachbarten
  Staaten  aus,  sowohl  durch  die  ihr  innewohnende  Kraft  als
durch  den  Ehrgeiz,  sich  zu  vergrôBern,  Seit  Ludwig  XIV.  hat  sie  nicht
aufgehôrt,  diese  zu  beunruhigen.  Belgien,  weit  davon,  eine  politische  Vereinigung
  mit  Frankreich  zu  suchen,  weist  eine  solche  ab.  Es  beneidet
ihm  seine  Gesetze  nicht.  Es  kann  glücklich  leben  im  schirmenden  Schatten
sciner  eigenen  Einrichtungen,"
Die  Vorschriften  der  Regierung  an  den  belgischen  Gesandten  in  Paris,
den  Grafen  Le  Hon,  waren  noch  bestimmter  in  ihren  Ausdrücken;  wir
entnehmen  ihnen  folgende  Stelle:  ,,Eine  Zollschranke  muB  zwischen  den
beiden  Lândern  bestehen  bleiben:  das  ist  eine  Bedingung  siïie  quanon
des  (Handels-)  Vertrages,  Eine  Zollschranke  mu(3  aufrecht  erhalten  werden
aus  Gründen  national-politischer  und  moralischer  Art,  deren  Wert  Sie
wohl  einzuschatzen  wissen,  Zwischen  beiden  Lândern  mul3  ein  âuBerliches
Zeichen  bestehen  bleiben,  das  die  Existenz  und  Unabhângigkeit  des
belgischen  Staates  ankündet.''
            
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