Full text : Ferdinand Lassalle

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Wir  werden  also  nur  viertausend  Taler  Einkommen
haben.  Freilich,  das  ist  bei  uns  viel  mehr,  als  es  Ihnen
scheinen  wird,  die  Sie  an  Ihre  russischen  Preisverhältnisse
  gewöhnt  sind.
Vergleichen  wir  z.  B.  unsere  Beamtenhierarchie.  Bei
uns  machen  viertausend  Taler  das  Jahresgehalt  eines
Regierungspräsidenten  aus,  und  selbst  die  Minister  erhalten ­
  nicht  mehr  als  achttausend  Taler,  also  nur  das
Doppelte  meiner  Einkünfte.
Sie  werden  begreifen,  daß  wir  damit  bei  uns  behaglich
und  angenehm  würden  leben  können,  aber  wir  müßten
ordentlich  rechnen,  unsere  Mittel  zusanimennehmen,
uns  dies  und  jenes  auch  versagen  untz  unS  nur  selten
einen  Luxus  gestatten.
Bisher  hatte  ich  die  Gewohnheit,  vor  keiner  Ausgabe
zurückzuschrecken,  wenn  ich  etwas  wünschte,  ich  hatte  es
auch  nicht  nötig,  da  ich  inimer  für  einen  Junggesellen
ziemlich  reich  war.  Wenn  Sie  aber  mein  Weib  sein
werden,  wird  das  nicht  mehr  so  gehen.  Es  wird  allerdings
nicht  nötig  sein,  etwas  in  meinen  alltäglichen  Lebensbedürfnissen ­
  zu  verringern.
Wir  werden  zu  zweien  noch  ebenso  leben  können,  wie
ich  gewöhnlich  allein  lebe.  Nur  die  großen  Ausgaben,
die  ich  zuweilen  zu  splendiden  und  luxuriösen  Festen  für
Freunds  oder  zu  sehr  kostspieligen  Reisen,  für  teure
Bücher  und  dergleichen  zu  machen  liebte,  werde  ich  bedeutend ­
  mäßigen  müssen.  Ich  werde  nicht  ohne  Berechnung ­
  leben  dürfen.
Fürchten  Sie  nichts.  Ich  werde  alles  das  und  zwar
gern  tim,  ich  werde  auch  außerdem  noch  vielem  sehr  gern
            
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