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III. ^rinßipien ber ©ere©tigfeit:
5. Síllgemeinlfeit
6. ©Iei©mäfjigfeit
IV. Sßermaltungsprinßipien:
7. SBeftimmtlfeit
8. 33equemli©íeií
9. Streben na© mögli©[t geringen ©rlfebungsíoften.
©egen bte 9?i©tig!eit biefer Xljefen ergebt fi© fyeute faum
no © eine ernft ßu neljmenbe Stimme, £anbelt es fi© aber ba*
rum, biefe als unbebingt ma^gebenb anertannten gorberungen
in bie präzis ßu überfein, [o ftöfjt ber ©efetjgeber überall ba
auf ben entf©loffenften SBiberftanb, roo er au© nur bas fleinfte
Sonberintereffe oerle^t.
Xie ©rienntnis biefer Xatfa©e foil uns inbeffen ni©t Ifinbern,
eingelfenb ßu prüfen, wie roeit bas Äei©sfteuerfqftem ben 2Bagner=
fd^en ^rinßipien entfpri©t, beßm. wie ein Steuerfpftem bef©affen
fein müjßte, bas ©nen ent[prä©e. 3 n einem weiteren 2lbf©nitt
merben wir ßu unterfu©en Ifaben, wie [i© unter 3ngrunbelegung
unferer realpolifif©en ÜBerffältniffe ein 3nftanb Iferbeifüljren liefje,
ber bem 3&eal roenigftens naife fommt. 2Bir werben babei au©
ßu unterfudfen Ifaben, welche 3®ede mit einem rationellen Steuer*
fqftem oerfolgt werben lönnen, unb welche nicf)t.
£>er wi©tigfte 3^ed jeber Slrt oon Steuer ift natürlirf) ber,
Mittel für bie Staatslaffe ßu bef©affen. ©r becft fi© mit ben
beiben finanßpoIitif©en ^rinßipien ber Stusreidfenbljeit unb 23e*
megli©leit ber Steuer. Xajß unfere inbireften Äei©sfteuem nidft
ausrei©en, ben ginanßbebarf bes SRei©s ßu beden, baoon ift f©on
fo oiel im 23orl)ergeI)enben bie 9lebe gewefen, bafj mir barauf
nid)t melfr einßugelfen braunen — fie erreichen alfo ©ren $aupt*
3toed nur felfr unoolllommen, beßw. überhaupt ni©t. Das Ijat
3um Xeil feinen ©runb in ber Unbemeglidfieit bes Spftems. ¿ei
3ölten unb 33erbrau©sfteuern, bie ein für alle äJZal gefetjli© feft*
gelegt finb, richtet fi© ber tat[ä©li©e ©rtrag na© ben wirtf©aft*
li©en ¿erlfältniffen, ni©t na© ben ©tatserforberniffen. ©s I)at
ni©t an ¿orf©lägen gefehlt, einen Xeil ber 3°Híât}e jä^rli©er
5tormirung bur© ben 9îei©stag ßu unterwerfen — ein limbing
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4)
Universität
--3
Kiel.
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