Full text : Kritische Geschichte der Nationalökonomie und des Socialismus

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abhänge.  Diese  Behauptung  ist  grundfalsch;  denn  es  ist  die
Natur  selbst,  welche  die  Menschen  nöthigt,  die  Verhältnisse
gelten  zu  lassen,  welche  nach  Maassgabe  der  Beschaffungsmöglichkeit ­
  der  edlen  Metalle  und  nach  dem  sonstigen  Lauf  dos
Verkehrs  platzgreifen.  Diese  Verhältnisse  bestimmen  nach
Ort  und  Zeit  das,  was  man  den  Goldfuss  in  einer  Vorkohrsgruppe ­
  nennen  könnte,  und  was  in  nichts  weiter  als  in  den
Grössenbeziehungon  zwischen  Geld  einerseits  und  Waaron  andererseits ­
  besteht.  Die  absoluten  Quantitäten  der  edlen  Metalle
sind  daher  keineswegs  gleichgültig,  sondern  bestimmen  und
verändern  sich  für  das  Bereich  jeder  Wirthschaftsgruppe  nach
erkennbaren  Gesetzen.  Doch  können  wir  hier  auf  diesen  Punkt
nicht  näher  eingehen.  Humo  selbst  fügt  seiner  ersten  fohlgroifenden
  Idee  eine  Theorie  hinzu,  die  nicht  ohne  Worth  ist.
Doch  müssen  wir  vor  der  Anführung  derselben  noch  ein  Wort
über  seine  von  Späteren  oft  gerühmte  Vergleichung  des  Geldes
mit  dem  Ool  der  Maschine  hinzufügen.  Das  Geld  soll  im
Mechanismus  des  Verkehrs  kein  Bad,  also  keinen  Maschinentheil,
  sondern  nur  das  geschmeidig  machende  Mittel  vorstellen.
Ein  solches  Gleichniss  besagt  nun  äusserst  wenig.  Es  drückt
nichts  weiter  als  die  Absicht  aus,  einer  Ueberschätzung  der
Verrichtungen  des  Geldes  vorzubeugen.  Das  Mehr  oder  Minder
der  Bedeutung,  die  man  dem  Golde  zuschreibt,  entscheidet  aber
für  die  eigentliche  Theorie  noch  fast  gar  nichts.  Das  Bild  ist
noch  kein  klarer  Begriff,  und  die  Hauptsache  wird  jederzeit
in  einer  andern  Gestalt  dargelegt  werden  müssen,  wenn  man
nicht  auf  einen  strengeren  Sinn  der  Vorstellungen  und  Theorien
verzichten  will.  Sieht  man  daher  im  Besondern  zu,  welche
Rolle  das  Gold  spiele  und  thatsächlich  spielen  müsse,  so  wird
man  dem  Irrthum  nicht  so  leicht  verfallen,  als  wenn  man  an
bildlichen  Vergleichungen  haftet,  die  stets  nur  nebensächliche
Veranschaulichungen  zum  Zweck  haben  können.  In  der  That  ist
auch  der  Autor  selbst  nicht  der  Sklave,  sondern  der  Schöpfer
jener  berühmten  Vergleichung  gewesen,  und  die  eigentliche
Wurzel  seines  Fehlgriffs  ist  in  einer  einseitigen  Abstraction  zu
suchen.  Er  sah  nur  auf  den  Umstand,  dass  vermöge  des  Geldes ­
  eine  gegenseitige  Abrechnung  stattfinde,  und  verkannte  in
dem'Geldstofi'  die  materielle  Bedeutung.  Sobald  er  jedoch
näher  auf  die  Verhältnisse  einging,  erfuhr  seine  erste  Anschauungsweise ­
  eine  solche  Beschränkung,  dass  er  sogar  zu  dem
            
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