Full text : Leben und Lehre des Buddha

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IE.  Das  Leben  des  Buddha.

angelegt,  und  je  nach  der  Jahreszeit  lebte  er  in  einem  Sommer-,
Herbst-  und  Winterpalast.  Die  vier  Monate  der  Regenzeit  verbrachte ­
  er  im  Herbstpalaste,  wo  unsichtbare  Musik  ihn  ergötzte.  Die
feinsten  Speisen  aus  Reis  und  Fleisch  wurden  ihm  bereitet.  Seine
Erziehung  wird  sich  sonst  voraussichtlich  nicht  von  der  üblichen  Erziehungsweise ­
  junger  Adliger  unterschieden  haben.  Jüngere  Texte
berichten,  daß  Kuädboäaaa  aus  übergroßer  Liebe  zu  seinem  Sohne
dessen  Erziehung  sehr  vernachlässigte.  Er  wurde  nicht  einmal  im
Waffenhandwerk  unterrichtet,  so  daß  er  die  Hand  des  Mädchens,
das  er  sich  zur  Frau  erkor,  erst  nach  Ablegung  einer  Probe  zugestanden ­
  erhielt.  Er  heiratete  jung.  Es  wurde  ihm  ein  Sohn
geboren,  der  den  Namen  Eahula  erhielt.  Den  Namen  der  Frau
des  Buddha  erfahren  wir  aus  alten  Texten  nicht.  Diese  nennen
sie  stets  Eähulamätä,  „die  Mutter  des  Eähula".  Ein  jüngerer,
kanonischer  Palitext  nennt  sieLbaääaüaooa,  die  nördlichen  Texte
in  Sanskrit  nennen  sie  Gopä  oder  Yasodharä.  29  Jahre  war
Buddha  alt  geworden,  als  ihm  das  Leben,  das  er  bis  dahin  geführt ­
  hatte,  zum  Ekel  wurde.  Er  verließ  seine  Paläste,  Frau  und
Kind  und  zog  als  Bettler  in  die  weite  Welt.  Ein  alter  Text  sagt
darüber:  „Der  Asket  Gautama  ist  Mönch  geworden,  indem  er  eine
große  Verwandtschaft  verließ.  Der  Asket  Gautama  ist  Mönch  geworden, ­
  indem  er  viel  Gold,  gemünztes  und  ungemünztes,  verließ,
das  sich  in  Kellern  und  auf  Böden  befand.  Der  Asket  Gautama
ist  jung,  als  junger  Mann,  mit  schwarzemHaar,  in  glücklicher  Jugend,
im  frühesten  Alter,  von  der  Heimat  in  die  Heimatlosigkeit  gegangen.
Der  Asket  Gautama  hat,  obwohl  seine  Eltern  es  nicht  wollten,  obwohl ­
  sie  Tränen  vergossen  und  weinten,  sich  Haare  und  Bart  scheren
lassen,  gelbe  Gewänder  angelegt  und  ist  von  der  Heimat  in  die
Heimatlosigkeit  gegangen".  Über  die  Gründe  zu  diesem  Schritt  lassen
die  alten  Texte  Buddha  sich  selbst  aussprechen.  Nachdem  er  seinen
Jüngern  erzählt  hatte,  in  welchem  Überfluß  er  gelebt  hatte,  fuhr
er  fort:  „Mir,  o  Mönche,  der  ich  mich  in  solchem  Wohlstand  befand ­
  und  der  ich  so  außerordentlich  zart  war,  kam  der  Gedanke:
Der  unwissende,  gewöhnliche  Mensch,  der  selbst  dem  Alter  unterworfen ­
  ist,  empfindet,  wenn  er,  selbst  noch  nicht  alt,  einen  ganz
Alten  sieht,  Unbehagen,  Scham,  Ekel,  indem  er  die  Nutzanwendung
auf  sich  selbst  macht.  Auch  ich  bin  dem  Alter  unterworfen,  selbst
noch  nicht  alt;  sollte  ich,  der  ich  selbst  dem  Alter  unterworfen,  selbst
noch  nicht  alt  bin,  wenn  ich  einen  ganz  Alten  sehe,  Unbehagen,
Scham,  Ekel  empfinden?  Das  stände  mir  nicht  wohl  an.  Mir,
            
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