fullscreen : Leben und Lehre des Buddha

Die  Zeit  nach  der  Erleuchtung.

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die  Stadt  verließ,  trat  nach  der  südlichen  Quelle  Mara  zu  ihm
und  suchte  ihn  zur  Umkehr  zu  bewegen,  indem  er  ihm  in  Aussicht
stellte,  in  sieben  Tagen  werde  ihm  die  Herrschaft  über  die  ganze
Erde  zuteil  werden.  Als  Buddha  ihn  abwies,  sagte  Nara:  „Bon
heut  ab  werde  ich  jedesmal,  wenn  du  an  mich  denkst,  die  Gedanken ­
  sinnlicher  Lust,  von  Haß  und  Grausamkeit  in  dir  erwecken",
und  seit  diesem  Augenblicke  lauerte  er  auf  eine  Passende  Gelegenheit, ­
  während  er  dem  Buddha  wie  sein  Schatten  folgte.  In  den
nördlichen  Texten  ist  hier  der  Versucher  nicht  Nüra,  sondern  der
Wagenlenker,  der  Buddha  die  Weltherrschaft  in  den  herrlichsten
Farben  malt.  Dies  entspricht  gewiß  dem  zweiten  Teile  der  Versuchungsgeschichte ­
  Jesu,  wo  der  Teufel  ihm  alle  Reiche  der  Welt
und  ihre  Herrlichkeit  anbietet.  Aber  auch  der  erste  Teil,  in  dem  der
Versucher  Jesus  auffordert,  die  Steine  in  Brot  zu  verwandeln,
hat  seine  Parallele.  In  dem  schon  erwähnten  alten  Suttanipäta
wird  erzählt,  daß,  als  Buddha  in  den  Wäldern  von  Uruvela  von
Kasteiung  und  Hunger  entkräftet  war,  der  Versucher  zu  ihm  trat
und  zu  ihm  sprach:  „Du  bist  mager,  entstellt,  der  Tod  ist  dir  nahe.
Tausend  Teile  von  dir  gehören  dem  Tode,  nur  ein  Teil  dem  Leben.
Es  ist  besser,  Herr,  zu  leben;  lebend  kannst  du  gute  Werke  tun."
Buddha  weist  ihn  ab  und  zählt  auf,  was  die  neun  Heere  des  Nära
sind,  mit  denen  er  die  Menschen  angreift:  Wollust,  Unzufriedenheit, ­
  Hunger  und  Durst,  Verlangen,  Faulheit  und  Untätigkeit,
Feigheit,  Zweifel,  Heuchelei  und  Dummheit,  Ruhmsucht  und  Hochmut. ­
  „Dein  Heer,  das  Menschen  und  Götter  nicht  besiegen  können,
werde  ich  mit  dem  Verstände  zerbrechen,  wie  man  einen  irdenen
Topf  zerbricht.  Ich  werde  mein  Denken  zügeln  und  meinen  Geist
festigen  und  von  Königreich  zu  Königreich  wandern,  Jünger  bildend." ­
  Da  sagte  Uära:  „Sieben  Jahre  lang  folgte  ich  dem  Erhabenen ­
  Schritt  für  Schritt  und  ich  fand  kein  Fehl  an  dem  völlig
Erwachten,  Erleuchteten.  Wie  eine  Krähe,  die  umsonst  einen  Felsen
umkreist,  wollen  wir  von  Gautama  weggehen."  Traurig  ging  er
weg.  und  die  Saiten  seiner  Laute  rissen.
In  dieser  alten  Fassung  ist  noch  deutlich  ausgesprochen,  wer
Mra  ist,  und  was  seine  Heere  sind.  Die  spätere  Zeit  hat  die  bildliche ­
  Redeweise  der  alten  Texte  wörtlich  gefaßt  und  konkrete  Gestalten ­
  geschaffen.  In  der  Nidänakathä  und  dem  Lalitavistara
wird  erzählt,  daß  illära  zu  Buddha  kam,  auf  seinem  Elefanten
reitend,  der  anderthalbhundert  Meilen  maß,  begleitet  von  einem
unabsehbaren  Heere  von  Teufeln,  das  sich  zur  rechten  und  linken
            
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