Metadata: Bremens Warenhandel und seine Stellung in der Weltwirtschaft

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Tabelle XXXIV. 
Übersicht über Bremens Warenhandel i. J. 1908 
mit Österreich-Ungarn und Rußland. 
Einfuhr. 
Verzehrungs 
gegenstände 
Bau- und 
Brenn 
material. 
Andere Roh 
stoffe und 
Halbfabrikate 
Manu 
faktur 
waren 
Andere 
Indus trie- 
erzeugniss. 
Zusamm en 
dz 
Wert 
in 
1000 «Alt 
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Ul 
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1 8 
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Wert in 
1000 Mi 
dz 
•2 3 
■£ 0 
£ § 
Österreich- 
Ungarn 
96000 
3805 
1000 
4 
34000 
2764 
3000 
1920 
51000 
11733 
185000 
20226 
Europ. 
Russland 
4641000 
53794 
— 
— 
1375000 
9396 
— 
18 
1000 
236 
6017000 
63444 
Aus: 
’uhr 
Österreich- 
Ungarn 
21000 
2736 
— 
I 
861000 
92603 
2000 
1642 
8000 
1580 
892000 
98562 
Europ. 
Russland 
202000 
5243 
32000 
82 
II53000 
II28lO 
2000 
IOO 
54°o° 
3602 
1443000 
121837 
Österreich prangt mit stolzen Zahlen. Die Ausfuhr nach Rußland 
z. B. erreicht fast diejenige nach England. Aber dadurch darf 
man sich nicht blenden lassen. Die Baumwollausfuhr allein 
macht nach Österreich 87 1 / 2 , nach Rußland landwärts 42 x / 4 und 
seewärts 67 1 / 4 , zus. 109 1 / 2 Millionen Mk. aus, d. h. in beiden 
Fällen 9 / 10 der ganzen Ausfuhr. Der für Bremen sich daraus 
ergebende Nutzen ist gewiß nicht gering anzuschlagen. Ver 
gegenwärtigt man sich aber, daß Hamburgs Ausfuhr auch nach 
diesen Ländern sich nicht auf einen einzigen Stapelartikel 
beschränkt, gegen den alles übrige bedeutungslos ist, sondern 
eine große Vielseitigkeit aufweist, so liegen die damit verknüpften 
Vorteile klar auf der Hand. 
Die Einfuhr aus Rußland umfaßt natürlich zumeist Getreide. 
Obenan steht 1908 Gerste mit 39 Millionen Mk. Erst in sehr 
weitem Abstande folgen Roggen und Mais. Der Wert der Holz 
dieleneinfuhr belief sich auf 6 1 /, Millionen Mk. 
Umgekehrt setzt sich die Einfuhr aus Österreich, den langen, 
teuren Transportwegen entsprechend, hauptsächlich aus Fabrikaten 
zusammen, als Glas-, Galanterie- und Kurz-, Lederwaren, Bier, 
Nähseide und Zwirn. Hält man dieser Einfuhr Bremens von mehr 
als 20 Millionen Mk. diejenige Hamburgs entgegen, die noch nicht 
einmal i 1 / 2 Millionen erreicht, so weiß man mit dem Einwande 
der günstigeren Lage letzterer Stadt schlechterdings nichts anzufangen. 
Hamburg ist für Österreich günstiger gelegen. Und trotzdem 
dieses Übergewicht Bremens, das auch nicht etwa durch Gegen 
seitigkeitsgeschäfte (Baumwolle, galizische Auswanderung) erklärt
	        
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