Full text : Die Bodenreform im Lichte des humanistischen Sozialismus

Die  Wohnungsfrage.

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einzudringen,  oder  zu  verdunsten,  stagnieren  daher  und  sickern
unterirdisch  nach  Norden  hinunter  bis  in  den  Stadtgraben.  In
diesem  Terrain  steht  das  Grundwasser  unter  der  Herrschaft  der
Oder  und  überflutet  bei  jedem  Hochwasser  die  Kellersohlen  der
•Oder-  und  Sandvorstadt.“
Auch  die  Dachstuben  sind,  wenn  auch  nicht  so  gefährlich
wie  Kellerwohnungen,  doch  völlig  ungenügend  wegen  des
.  Mangels  an  Licht.  In  ihnen  muß  ein  nicht  unbeträchtlicher
Bruchteil  der  Bevölkerung  aus  Armut  sein  Leben  ohne
Luft  und  Licht  verbringen.  Aber,  obschon  die  arbeitenden
Massen  so  schlecht  wohnen,  müssen  sie  doch  einen  ganz
bedeutenden  Teil  ihres  Einkommens  für  die  Miete  hingeben, ­
  ganz  bedeutend  mehr  als  die  besser  Situierten.
Interessant  ist  eine  Aufzeichnung  Schwabes  über  das  Verhältnis ­
  von  Miete  und  Einkommen  in  verschiedenen
Schichten  der  Bevölkerung.  Es  betrug  bei  einem  Einkommen ­

von  900  Mk.  die  Miete  24,10  °/o  des  Einkommens.

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1500  „

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22,41

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5)

2  250  „

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20,—

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3  000  „

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27,50

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4  500  „

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23,39

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6  000  „

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20,56

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7  500  „

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18,87

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10  500  „

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16,25

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12000  „

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15,12

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13500  „

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14  —

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15  000  „

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13,47

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22  500  „

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10,77

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77

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30  000  „

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9,20

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Kein  Wunder  ist  es,  daß  die  Seßhaftigkeit  der  Bevölkerung
in  Anbetracht  der  schlechten  Wohnungen  und  der  Erpressung
seitens  der  Hausbesitzer,  mehr  und  mehr  verschwindet,  daß
die  Mieter  leichten  Herzens  die  Wohnungen  verlassen,  um
neue  zu  suchen.  Sie  leben  der  trügerischen  Hoffnung,  an
neuen  Orten  zu  finden,  was  sie  an  den  alten  vermissen.
So  hat  man  statistisch  nachgewiesen,  daß  für  die  Mehrzahl
■  der  Wohnungen  die  Bezugsdauer  nur  ein  Jahr  währt.  Daß
            
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