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Die Wohnungsfrage.
vorhanden, dazu komme noch ein zweiter Raum, der weder
Licht noch Luft habe. Dieser sei weder als Schlafzimmer
noch als Küche zu gebrauchen. In der ersten Etage seien
zwei große Zimmer vorhanden, die allerdings durch Bretter
wände in vier kleine Räume geteilt seien. Außerdem sei der
dumpfe Raum vorhanden, wie im Unterhaus. Das ganze
Vorderhaus sei im schlechtesten Zustande, es stehe auf dem
Aussterbeetat. Im Hintergebäude seien auf der ersten Etage
drei Zimmer, für welche das Kuratorium nach dem Plane des
Architekten Röting ein eigenes Treppenhaus bauen wolle, ob
schon vom Vorderhause schon eine Treppe dorthin führe. Der
sogenannte „Speicher“ im Hinterhause sei kaum benutzbar, er
sehe einem Taubenschlage ähnlich. In den neu zu errichtenden
Gebäulichkeiten auf dem Hintergelände sollten zwölf neue
Wohnungen zu je zwei Zimmern geschaffen werden. Eine
solche Wohnung reiche nur für ein junges Ehepaar aus; falls
die Familie größer werde, sei sie nicht mehr zu gebrauchen.
Redner schlägt aus diesen Gründen vor, die Genehmigung zu
versagen.
Herr Beigeordneter B.: Er konstatierte, daß in der Kommission
nur die Herren K. und S. Gegner des Projektes gewesen. Es
habe sein Mißliches, in einer öffentlichen Sitzung diese Sache
zu diskutieren. Er bestreite entschieden, daß das Haus eine
baufällige Baracke sei. Der Ankauf sei vom Kuratorium als
ein sehr günstiger angesehen worden. Das Wohnen in dem
selben sei keineswegs ein ungemütliches, was schon aus dem
hohen Mietserträgnisse hervorginge. Wenn schon in Ober
bilk — ein Vorort — in den neu zu erbauenden Häusern an
der Hildenerstraße Wohnungen zu zwei Zimmern projektiert
seien, dann könnte man doch sicher mitten in der Stadt mit
zweizimmerigen Wohnungen zufrieden sein.
Herr Stadtv. D. stellte fest, daß das Kuratorium auf sein
Ausschreiben hin, abgesehen von einigen alten Häusern in der
Mühlenstraße, die nichts wert gewesen seien, gar keine anderen
Anerbietungen erhalten habe. Das Haus Ratingerstraße halte
er für vorteilhaft angekauft.
Herr Stadtv. S. hat auch an dem vorliegenden Plane
mancherlei Ausstellungen und beantragt, denselben zurück
zuverweisen.
Herr Stadtv. H.: In der gemeinsamen Sitzung sei nur die
projektierte Treppe bemängelt worden. Heute komme Herr K.
und verwerfe das ganze Projekt. In dem Kuratorium sei man
vollständig darüber einig gewesen, daß die Wohltaten der
Stiftung allen Teilen des Stadtgebietes zugute kommen sollten.
Aus diesen Gründen habe man beschlossen, alte Häuser an
zukaufen und das Haus Ratingerstraße 1 sei als durchaus ge
eignet befunden worden. Das Haupthaus sei von den Bau-