Full text: Die Bodenreform im Lichte des humanistischen Sozialismus

Die Bodenreform im Lichte des Freihandels. 
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sind die, denen die heutige Ordnung erlaubte, sich durch 
den Schweiß anderer zu bereichern, die so klug waren, ihre 
Besitzung auf dem Lande recht teuer zu verkaufen und 
nun Rentner geworden sind. 
Die Besitz- und Schuldverhältnisse entwickeln sich nun 
in den Städten in analoger Weise wie auf dem Lande. 
Der freie Handel und Schacher mit Grund und Boden führt 
zur Konzentrierung desselben in wenigen Händen. Auch 
hier gibt es Latifundienbesitzer, wenn auch weniger durch 
direkten Besitz, als vermittelst des Hypothekenzinses. 
Neben freien Hausbesitzern, die ruhig das Fallen und Steigen 
der Bodenpreise abwarten können, erscheint jene große 
Zahl von Eigentümern, welche ihren letzten Heller in die 
Wohnung resp. den Boden gesteckt haben, oder durch Über 
ladung mit Hypotheken ihres Lebens nicht froh werden. 
Man kann den meisten nicht einmal den Vorwurf machen, 
daß sie nur der Spekulation wegen gekauft hätten, so gewiß 
sich auch kleine Leute auf diesen mühelosen Erwerb legen. 
Sie sind als Geschäftsleute gezwungen, eine feste Wohn 
stätte zu haben, da ihnen sonst beliebig die Miete gesteigert 
oder sogar gekündigt werden kann. Daß der Hausbesitz, 
wenn man von derjetztzumStillstandgekommenengünstigeren 
Konjunktur absieht, nicht auf Rosen gebettet ist, weiß jeder 
mann. Dazu kommen noch die hohen Kommunalsteuern 
als Zuschläge von oft veralteten Staatssteuern. 
Von der Entwickelung der Grundrente und der Hypotheken 
verschuldung in Berlin, der die in anderen Städten ceteris 
panbus analog verläuft, sei es gestattet, folgendes Bild zu 
geben, welches der Schriftführer des „Bundes der Berliner 
Grundbesitzervereine“ und Inhaber der Hypothekenstube des 
Bundes, also gewiß ein unverfänglicher Gewährsmann, von 
den betreffenden Verhältnissen entworfen hat.
	        
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