Full text: Die Bodenreform im Lichte des humanistischen Sozialismus

Die Bodenreform im Lichte des Freihandels. 
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der Arbeiter wachsen. Die Einkünfte aus der Grundrente 
fallen nicht dem Gemeinwesen zu, um nationale Fonds zu 
bilden; sie sammeln sich in einzelnen Händen, welche da 
durch den Konsum untergraben, die Produktion hemmen, 
und neue Anlage für die „gesparten“ Kapitalien resp. 
Grundrenten suchen. Der Preis der Überlassung des Bodens 
steigt, der Handwerker hat keinen Fond; er muß, da das 
Kapital im Boden heckend angelegt werden kann, Zins 
bezahlen, der aber den meisten nicht einmal zu Gebote 
steht. Denn in der heutigen kapitalistischen Wirtschafts 
ordnung ist bisher die Isolierung des Individuums herrschend 
gewesen, daher muß das Gros der Suchenden bei denen, 
welche Kapital haben oder geliehen erhalten, mit Lohnarbeit 
vorlieb nehmen, natürlich nach den Bedingungen des ehernen 
Lohngesetzes, dessen Existenz heute zu leugnen vergebliche 
Mühe ist. Steigt der Preis für die Überlassung der Natur 
kräfte, wie sie sich im Boden äußern, kann der private 
Eigentümer des Bodens von dem Bebauer jeden Preis 
fordern, so macht die naturale Grundrente der Monopol 
rente Platz. Monopolgrundrente nenne ich sie, weil sie 
dem Monopol des privaten Grundeigentums entspringt. 
Unter den verkehrten Gesetzen, betreffend den Besitz des 
Grundeigentums, unter dem Schutze der Zölle, welche die 
vormalige Isolierung der Staaten aufrechterhalten und ver 
stärken, kann sie so lange steigen, bis sie direkt oder in 
direkt in ihren Nebenwirkungen auf Zins und Unternehmer 
profit den vollen Ertrag der Arbeit fortnimmt und dem 
Bauern usw. nur das nackte Leben läßt. Aber schon ist 
die Vergeltung zum Teil über die gekommen, welche durch 
die Ausbeutung sich bereicherten: nicht allein ist eine große 
Anzahl von Unternehmern der Konzentration der Vermögen 
und der Unterkonsumtion der Völker zum Opfer gefallen 
oder wird von ihr bedroht; die kleinen Kapitalisten werden 
von Rothschild und Konsorten ausgeplündert.
	        
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